Literaturtipps

 

Kindernetzwerk
Therapieverfahren bei Infantilen Cerebralparesen

Kindernetzwerk Materialsammlung
Idee: Raimund Schmid
Bearbeitung: Hartmut Kreutz

Für Kinder mit Cerebralparesen gibt es bundesweit zwar eine Unmenge von Therapiemethoden, Behandlungsverfahren und Experten. Kaum einer hat aber den Überblick, welche Behandlungsansätze zur Verfügung stehen und was diese einzelnen Verfahren im Detail ganz konkret für den einzelnen Patienten bringen können.
Um hier einen ersten Überblick und damit ein Stück weit mehr Transparenz herzustellen, hat das Kindernetzwerk in enger Kooperation mit der gemeinsam von Fachleuten wie betroffenen getragene CP- Initiative des Kindernetzwerks sowie dem pädiatrischen Beraterkreis Rhein- Main insgesamt 27 Therapiemethoden zusammengestellt.


Flügel und Wurzeln
Persistierende Restreaktionen frühkindlicher Reflexe und ihre Auswirkungen auf Lernen und Verhalten

Dorothea Beigl
Verlag Modernes Lernen- Dortmund
ISBN: 3-8080-0535-1

Die Autorin gibt einen Überblick über die Sinnessyteme des Menschen und geht auf persistierende Restreaktionen frühkindlicher Reflexe ein. Sie beschreibt Möglichkeiten, und Erfahrungen aus der Arbeit mit Bewegungsprogrammen zur Integration von Restreaktionen frühkindlicher Reflexe.
In eigens hervorgehobenen Ratschlägen für Elternhaus, Kindergarten und Schule wird aus Sicht einer Pädagogin darauf hingewiesen, wie Teilleistungsstörungen vorgebeugt werden kann und wie sie ausgeglichen werden können.
Esa geht darum, die kindlichen „Wurzeln“ wachsen und gedeihen zu lassen und auf diese Weise den Kindern „Flügel“ zu geben, mit denen sie sich gesund und erfolgreich den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft stellen zu können.


Kinderrehabilitation
Franz Petermann; Petra Warschburger
Hogrefe Verlag, Göttingen 1999
ISBN 3-8017-1164-1

"Kinderrehabilitation leistet einen wichtigen medizinischen Beitrag im Rahmen der medizinischen und psycho-sozialen Versorgung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher. Das Buch Kinderrehabilitation bietet eine Übersicht über aktuelle Anforderungen und neue Konzepte in der Kinderrehabilitation. Vor allem für die Bereiche Adipositas, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Neurodermitis und für neurologische Erkrankungen werden Ziele, Rahmenbedingungen und Erfolge der Kinderrehabilitation eingehend dokumentiert. Praxisnah werden für diese häufig auftretenden Krankheitsbilder neue verhaltenspsychologisch begründete Interventionsverfahren beschrieben. Auf konzeptionelle Fragen der Kinderrehabilitation wie die Flexibilisierung des Rehabilitationssystems und Fragen der Qualitätssicherung wird ausführlich eingegangen." (aus: REHA INFO, Nr. 5/1999 S.24-25)


Therapie-und Alltagshilfen für zerebralparetische Kinder
Renate Holtz
Pflaum Verlag München, 1997
ISBN 3-7905-0757-1

Hilfsmittel sollen zerebralparetischen Kindern und ihren Familien Erleichterung im täglichen Leben verschaffen. Hilfsmittel sollen das Kind in seinen Funktionen und Tätigkeiten unterstützen; sie können dem Kind aber auch hinderlich sein. Die Wahl des richtigen Hilfsmittels zum richtigen Zeitpunkt stellt große Anforderungen an die therapeutischen Fähigkeiten und das Einfühlungsvermögen des betreuenden Therapeuten. Renate Holtz ist leitende Physiotherapeutin eines Kinderneurologischen Zentrums. In ihrem Buch stellt sie Grundsätze der Hilfsmittelversorgung systematisch und detailliert dar. Ihre Ausführungen werden anhand praktischer Beispiele anschaulich verdeutlicht. Sie zeigt eindrucksvoll auf, welchen Einfluß eine gute Hilfsmittelversorgung auf die Lebensqualität des zerebralparetischen Kindes und die Nutzung seiner ihm verbliebenen Kompetenzen haben kann.


 

Schmerz und Schmerzmanagement bei Kindern
Marlou de Kuiper
Ullstein Medical, Wiesbden 1999
ISBN 3-86126-686-5

Glauben Sie daß ... Kinder immer mitteilen wenn sie Schmerzen verspüren; ... sie weniger Schmerzen verspüren wenn man sie ablenkt; ...Babies keine Schmerzen haben?

In ihrem Buch räumt Marlou de Kuipers mit diesen und ähnlichen Mythen auf und bietet eine umfassende und verständliche Einführung in das Thema Schmerz und Schmerzmanagement bei Kindern. Faktoren die das individuelle Schmerzempfinden beeinflussen werden hier ebenso angesprochen wie Methoden der Schmerzerfassung, die Schmerzprävention oder pharmakologische und therapeutische Interventionsstrategien bei bestehenden Schmerzen. Neben den Kindern und Säuglingen widmet sich de Kuiper auch der Schmerzsituation von Früh- und Neugeborenen, einer Altersgruppe, die in diesem Kontext leider häufig vergessen wird.


 

Frühgeborene - Fördern und pflegen
Jeannie Young
Ullstein Mosby, Berlin/Wiesbaden 1997
ISBN 3-86126-625-3

Dank der verbesserten medizinisch-technischen Versorgung der letzten Jahre steigt die Überlebensrate auch kleinerer Frühgeborener kontinuierlich an. Während die medizin-technische Versorgung dieser Frühchen lange Zeit im Vordergrund stand, gewinnt heute die Umgebungsneonatologie eine zunehmend stärkere Bedeutung. Pflegende suchen verstärkt nach Möglichkeiten eine kindorientierte Frühgeborenenpflege zu praktizieren und somit förderliche Ausgangsbedingungen für die weitere Entwicklung dieser Kinder schaffen zu können.

Jeannie Youngs Buch ist ein aktiver Beitrag in diesem Bestreben. Ihr mit Forschungsberichten unterlegtes Buch weist den Leser in die Bedeutung der Umgebungsneonatologie ein und zeigt Pflegenden ihre Verantwortung in diesem Bereich. Young zeigt schädigende Einflüsse im unüberlegten Umgang mit Frühgeborenen auf und regt zum überdachten Handeln an. Ihr auf Forschungsergebnissen basierendes Buch zeigt zudem eindrucksvoll, welchen Einfluß Pflegeforschung und Pflegewissenschaft auf die praktische pflegerische Tätigkeit haben können.