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23.07.2010 Nachbesserungen im Benotungssystem für Pflegeheime

Das Benotungssystem für Pflegeheime ist in den vergangenen Monaten arg in die Kritik gekommen. Nun lenken die Pflegekassen ein bei dem Wunsch einer Nachbesserung.

Laut einer Erklärung der Kranken- und Pflegekassenverbände soll zunächst das Bewertungssystem von einer unabhängigen Stelle "wissenschaftlich fundiert und ergebnisoffen" überprüft werden.

Besonders die Gewichtung der Kriterien steht im Blickpunkt. Nach der Erklärung sollen in zukunft"wichtige pflegerische Aspekte" stärker in der Gesamtnote gewichtet werden als ein "gut lesbarer Speiseplan".

Derzeit werden Pflegeheime vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen nach feststehenden Kriterien geprüft und erhalten eine Schlunote zwischen "sehr gut" (1,0) und "mangelhaft" (5,0). Die insgesamt 82 Kriterien gliedern sich in vier Gruppen.


20.07.2010 Filme für Angehörige von Demenzkranken

Diganose Demenz: Für die meisten Angehörigen beginnt damit eine Zeit der Ungewissheit und Unsicherheit. Wie geht man richtig mit dem erkrankten Angehörigen um? Was ist hilfreich und was nicht?

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat nun eine DVD-Box für Angehörige zusammengestellt. Die Box umfasst den Spielfilm "Eines Tages..." sowie 12 Themenfilme mit den Erfahrungen von Ärzten, Pflegekräften, Experten udn Angehöriogen. In Spielfilmszenen zeigen die Filme Lösungsansätze für typische Konflikte, die beim Umgang mit Demenzkranken entstehen.

Die DVD Box ist zum Einführungspreis von 19.90 EUR erhältlich auf der Webseite des KDA.


16.07.2010 Neuer Expertenstandard Dekubitus

Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) bearbeitet zur Zeit den Expertenstandard "Dekubitusprophylaxe in der Pflege".

Bis zum 20.08.2010 ist die vorläufige Fassung mit Kommentaren zu den Neuerungen auf der Website des DNQP zu finden. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Fachöffentlichkeit in die Diskussion mit einzubinden.


28.05.2010 Transparenzbericht nicht Verfassungswidrig

Die Transparenzberichte der gesetzlichen Krankenkassen über die Leistungen und Qualität von Pflegeheimen sind nicht verfassungswidrig und dürfen von den Kassen im Internet veröffentlicht werden. Dies entschied jetzt das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG NRW) in einem Grundsatzbeschluss des vorläufigen Rechtschutzes auf Antrag eines Pflegeheims in Bochum.
Im Fall des beschwerdeführenden Pflegeheimes, das insgesamt nur mit der Note "befriedigend" bewertet worden war, habe die prüfende Kasse ihren Beurteilungsspielraum nicht überschritten. Die Rüge des Heims, die prüfende Kasse habe die von ihr eingeräumten Mängel in der Dokumentation ihrer Pflegeleistungen schwerer gewichtet als die nach seiner Ansicht (gute) Pflege selber, ließ das LSG NRW nicht gelten. Nur auf der Grundlage einer aussagekräftigen Dokumentation könne die Pflegequalität verlässlich beurteilt werden, auch wenn dies für die Pflegeeinrichtungen lästig und kostenintensiv sein könne. Ob das beschwerdeführende Pflegeheim entgegen seiner eigenen Dokumentation in Wirklichkeit einen umfassenderen Pflege - und Versorgungsaufwand erbracht habe, könne im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes nicht aufgeklärt werden. Das LSG NRW hielt die Befürchtung des Heims, sein guter Ruf sei im Fall der Veröffentlichung des negativen Berichts nicht mehr zu retten, für überzogen. Dagegen spreche schon, dass die Einrichtung von ihrem Recht, den Bericht zu kommentieren oder eine Wiederholungsbegutachtung zu beantragen, keinen Gebrauch gemacht habe.


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26.04.2010 Demenz – Heraus aus der Tabuzone

„Eines Tages …“ Film-Premiere in Essen


Der Spielfilm „Eines Tages..." ist Teil des Informationsangebotes des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA). Er beschreibt in miteinander verwobenen Episoden den Verlauf einer Demenzerkrankung in ihren unterschiedlichen Phasen. „Demenzerkrankungen gehören gesellschaftlich zu den immer noch tabuisierten Krankheiten. Derzeit leiden in der Bundesrepublik ca. 1,1 Millionen Menschen an einer Demenz. Bis 2050 wird sich ihre Zahl wahrscheinlich verdoppeln", so der Geschäftsführer des Dr. Peter Michell-Auli des KDA.
Solange es keine Chance auf Heilung gebe, müsse alles getan werden, um den Betroffenen ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Zu diesem Zweck und zur Unterstützung der  Angehörigen, der Fachleute und  der ehrenamtliche Betreuer bietet der KDA sein umfangreiches Informationsangebot, dass jetzt um eine DVD Box mit Themenfilmen erweitert wird, zu denen auch „Eines Tages …“  gehört.
Die Premiere des Films findet an 28.04.2010 in der Lichtburg in Essen, in Anwesenheit der Hauptdarsteller Horst Janson, Heinrich Schafmeister, Verena Zimmermann und Annekathrin Bürger u.v.a, statt.

Weitere Infos


16.04.2010 Dekubitusbroschüre wieder erhältlich!

Die überarbeitete Dekubitusbroschüre ist jetzt wieder erhältlich!

Die Informationsschrift „Dekubitus – Ein drückendes Problem“ erscheint im zwölften Jahr und fand, mit bisher über 230.000 herausgegebenen Exemplaren, ihren Weg in viele Hände.
Ursprünglich für pflegende Angehörige konzipiert, erfreut sich die Informationsbroschüre nicht nur bei ihrer Zielgruppe ausgesprochener Beliebtheit und kann jetzt, überarbeitet und im neuen Kleid, wieder auf der
IGAP-Homepage angefordert werden.

 


09.04.2010

Zu viele Psychopharmaka für pflegebedürftige Menschen mit Demenz.

Eine gerade abgeschlossene Studie des Instituts für Allgemeinmedizin und Familienmedizin und des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke, in Wittener und Dortmunder Pflegeheimen, zeigte eine Versorgung der 160 Bewohner mit durchschnittlich sechs Medikamenten. Ein zehntel der Bewohner nehme sogar mehr als zehn Medikamente, so berichtet Dr. Stefan Wilm, Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin und Familienmedizin an der Universität Witten/Herdecke. 80 bis 90 jährige bekommen in Deutschland die meisten Medikamente verschrieben. Mit der Einnahme mehrerer Medikamente steige auch das Risiko der Wechselwirkungen. Mehr als fünf Medikamente solle kein älterer Mensch einnehmen, so sei die gültige Lehrmeinung.

Gerade in Pflegeheimen sehr der Griff zur Pille verbreitet, erklärt Wilm: "Drei Viertel der Bewohner, die wir in unserer Studie erfasst haben, wurden mit Psychopharmaka geradezu ruhig gestellt.“ Dies sei durchaus repräsentativ für den Umgang mit Demenz-Patienten. Ein zehntel der Bewohner bekamen sogar mehr als drei Psychopharmaka gleichzeitig verabreicht. Besonders fleißig verschreiben laut der Studie Psychiater und Neurologen - sie übertreffen die Hausärzte um das Doppelte bis Vierfache bezogen auf Menge und Dosierung. "Die Mittel wirken im Gehirn gegen die bei Demenzpatienten oft auftretende Aggression und Unruhe. Insofern haben sie in manchen Fällen ihre Berechtigung. Studien haben aber gezeigt, dass diese Patienten auch früher versterben. Da muss man doch einen Mittelweg finden, wie man die Verschreibungen verringern kann." (Quelle: uni-wh.de) 

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31.03.2010 Keine kurzfristige Änderung der Transparenzkriterien

Seit Sommer 2009 werden die Pflegeheime anhand der Pflegetransparenzvereinbarung kontrolliert. Die Kritiken an den Transparenzkriterien werden nicht erst seit ihrer Umsetzung laut und reißen bis heute, vier Monate nach dem Beginn der Veröffentlichung der Ergebnisse, nicht ab. MDK und GKV-Spitzenverband forderten im Februar vehement  kurzfristige Änderungen, die bis Ende 2010 umgesetzt werden sollten.
Diese schnellen Änderungen wird es zunächst nicht geben.
Der Bundesrat forderte, in einer am 26.03. verfassten Entschließung, die Bundesregierung auf, die Qualitätskriterien und das Bewertungssystem zur Überprüfung von Pflegeeinrichtungen anhand der ersten Prüfergebnisse rasch wissenschaftlich evaluieren zu lassen.
Die Evaluation soll gesicherte Erkenntnisse liefern, inwieweit die Qualitätskriterien und das Bewertungssystem geeignet sind, die von den Pflegeeinrichtungen erbrachten Leistungen und deren Qualität für Pflegebedürftige und Angehörige verständlich, übersichtlich und vergleichbar darzustellen. Im Anschluss hieran soll die Bundesregierung gegebenenfalls zügig auf Korrekturen hinwirken, die noch besser gewährleisten, dass gute von schlechter Pflege zu unterscheiden sei.

Pressemitteilung des Bundesrats


26.03.2010 Alzheimer & You


… ist eine Informationsseite für Schüler und Jugendliche rund um das Thema Demenz.


Mit Hilfe dieser Website will die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) eine Annäherung zwischen Jugendlichen und an Demenz erkranken Menschen schaffen und Berührungsängste abbauen.
Unter www.alzheimerandyou.de erfahren sie, was Alzheimer ist. Sie lesen über Auguste Deter, die wohl bekannteste Alzheimer-Patientin und Ihren Arzt, Alois Alzheimer und erfahren,  was sie selbst tun und wie sie mit Unsicherheiten im Umgang mit Demenzerkrankten umgehen können.
In einem Forum können sie sich austauschen und erhalten ebenfalls Antworten von Experten.
Die Jugendlichen sollen auf diese Weise dazu ermutigt werden, sich für Demenzerkrankte zu engagieren.
Auch Pädagogen finden auf der Seite Anregungen und Materialien für Unterrichtsprojekte zum Thema Demenz.

 


18.03.2010 Das Pflegebett als Lebensmittelpunkt

In Pflegeeinrichtungen gehört ein Pflegebett zur Grundausstattung eines Zimmers.
Es ist dabei unerheblich, ob der Bewohner pflegebedürftig und immobil ist oder selbständig und mobil. Die grundsätzliche Versorgung mit einem Pflegebett stellt für den neuen Bewohner im Regelfall eine erhebliche Umstellung dar.

Wohnkomfort im Bewohnerzimmer
Mit dem Einzug in eine Pflegeeinrichtung reduziert sich der private Bereich. Von ursprünglich mehreren Zimmern, die eine Trennung zwischen Wohn- und Schlafbereich ermöglichte, bleibt nun ein Zimmer, das beide Funktionen abdecken muss. Das Pflegebett dominiert den Raum. Durch den häufig begrenzten Platz in den Zimmern ist es nicht möglich, neben ein paar komfortablen Sitzmöglichkeiten eine weitere Liegemöglichkeit unterzubringen, die am Tag dem Rückzug dienen könnte. Als Folge ist das Bett der einzige Rückzugsort.

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13.03.2010 Schräglage im Bett kann Frühstadium der Demenz aufzeigen

Je schiefer sich ein Patient ins Bett legt, desto ausgeprägter könnte das Maß seiner kognitiven Beeinträchtigung sein.

Diese Entdeckung machten kürzlich Wissenschafter der Universität Leipzig und der Universität Würzburg im Rahmen einer Studie.
Patienten der Neurologie wurden gebeten sich vom Sitzen heraus in ihr Bett zu legen. Anschließend wurde mit einer Überkopfkamera die Position festgehalten.
Der Grad ihrer kognitiven Beeinträchtigung wurde mit neuropsychiatrischen Testverfahren, dem Mini-Mental-Screeningtest, DemTect-Test und Uhrzeichentest, ermittelt. Das Resultat war für alle Testverfahren eindeutig: Der Grad der Schieflage und die Schwere der Beeinträchtigung standen miteinander in enger Beziehung. Je schiefer sich jemand hinlegt, desto stärker ist demnach auch seine kognitive Leistungsfähigkeit gestört. Die Fähigkeit, den eigenen Körper in einem äußeren gegebenen Rahmen zu positionieren, ist offenbar auch schon in Vorstadien einer Demenz eingeschränkt.
Die Schräglage wird auf eine räumliche Orientierungsstörung zurückgeführt, die es den Betroffenen unmöglich macht, sich selbst in einem umgrenzten Raum zu positionieren, so Prof. Dr. med. Joseph Claßen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie, und sein Team.
Im Allgemeinen sind kognitive Störungen im Frühstadium nur mit aufwändigen Tests erkennbar.
Die Schräglage stelle ein Indiz für den behandelnden Arzt dar, so Claßen, denn gesunde Erwachsene legten sich spontan gerade ins Bett. So könne der Arzt früher seine Aufmerksamkeit auf eine mögliche kognitive Beeinträchtigung richten.
„Wir hoffen, dass auf diese Weise die frühe Erkennung einer Demenzerkrankung begünstigt wird", erklärt Prof. Dr. Claßen.   (Quelle: journalmed.de)

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05.03.2010 Hirnliga-Forschungsförderung 2010

Die Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher, Hirnliga e.V., macht seit ihrer Gründung im Jahr 1986 auf die Zunahme der Alzheimererkrankungen aufmerksam.
Sie engagieren sich für die Betroffenen und Ihre Familien und setzen sich besonders für die private Forschungsförderung in Deutschland ein.
So auch in 2010. Die Hirnliga e.V. fördert wissenschaftliche Projekte auf dem Gebiet der Entstehung und Vorbeugung sowie Erkennung und Behandlung dementieller Erkrankungen (Alzheimer-Demenz). Die Ausschreibung richtet sich an junge, nicht habilitierte WissenschaftlerInnen bis zum fünfunddreißigsten Lebensjahr bzw. kleine Forschungsgruppen. Die beantragten Projekte sollen neue Forschungsaspekte aus dem Bereich der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung, der klinischen Forschung oder der Versorgungs-Forschung behandeln. Projekte, die sich mit der präventionsspezifischen Fragestellung befassen, werden bei gleicher wissenschaftlicher Qualität bevorzugt gefördert.
Die Förderung findet in Form einer Anschubfinanzierung mit maximal € 25.000,00 für ein Jahr statt. Über die Vergabe der Förderung entscheidet unter Ausschluss des Rechtsweges der Vorstand der Hirnliga e.V.
Bewerbungsfrist ist der 01.04.2010.

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26.02.2010 Weiter Diskussionen zur Pflegeheim-Benotung


Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen fordert Änderungen des Notensystems.
Klaus-Dieter Voß, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, fordert Änderungen in der Berechnung der Gesamtnoten. Durch die derzeitige Berechnungsweise der Gesamtnoten sei es möglich, trotz mangelhafter Einzelbewertungen, eine gute Gesamtnote zu bekommen. Voß fordert eine stärkere Gewichtung der Einzelnoten und drängt auf Änderungen, die bereits in diesem Frühjahr erfolgen. Das Gespräch mit den Leistungserbringern wird bereits gesucht.
(Quelle: nealine.de)


18.02.2010 Demenz-Früherkennung

Neues Diagnostikverfahren ermöglicht Demenz-Früherkennung.
Drei  Studien des Universitätsklinikums Rostock haben gezeigt: 90 Prozent der Demenzerkrankungen lassen sich durch eine Untersuchung mit einem neuen Magnetresonanztomographen (MRT) früher erkennen.
Bei dem 2009 in Rostock in Betrieb genommenen MRT handelt es sich um einen der modernsten Kernspintomographen in Deutschland.
Bei leichter Vergesslichkeit oder Unkonzentriertheit soll dieses diagnostische Verfahren helfen, die beginnende Demenz von „normalen“ Altersbeschwerden zu unterscheiden. Die Bilder dieses modernen MRT zeigen die Veränderungen in bestimmten Hirnregionen, die auf eine Demenz hinweisen.

Prof. Dr. Teipel von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum Rostock, will gestützt auf diese Technologie, die Demenz-Früherkennung in Rostock weiter ausbauen und sucht daher Patienten, die sich am Klinikum untersuchen lassen wollen. "Wir suchen Menschen ab 65 Jahre, die unter leichter Vergesslichkeit oder ähnlichen Symptomen leiden und gern an unserer Studie teilnehmen möchten", so Professor Teipel. Dazu gehört die Bereitschaft zu einem ausführlichen Arztgespräch und einer Untersuchung mit dem MRT.
Sollte sich bei der Untersuchung ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Demenz zeigen, so wird die Teilnahme an einer bundesweit durchgeführten Studie zur Wirksamkeit neuer Therapieverfahren angeboten.
(Quelle: MED Journal)

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09.02.2010 Landesdurchschnittsnoten für Pflegeheime veröffentlicht

Einer Pressenmitteilung der Verbände der Pflegekassen zu Folge, werden seit dem 01. Februar 2010 neben den Pflegenoten der einzelnen Einrichtungen auch die die ersten Landesdurchschnittsnoten für Pflegeheime veröffentlicht.
In zehn Bundesländern wird ab sofort neben der Note des jeweiligen Pflegeheims auch die Durchschnittsnote aller geprüften Pflegeheime in dem jeweiligen Bundesland veröffentlicht.
Voraussetzung für die Veröffentlichung der Landesdurchschnittsnote ist, dass 20 Prozent der Pflegeheime überprüft sind.  In den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen sind bereits mehr als 20 Prozent der Einrichtungen überprüft und somit die Landesdurchschnittsnote veröffentlicht. Laut Presseerklärung sorge man damit „für noch mehr Transparenz bei der Qualität der Pflegeleistungen“.


Die Pflegenoten können unter folgenden Adressen abgerufen werden:

www.pflegelotse.de
www.aok-pflegeheimnavigator.de
www.bkk-pflege.de
www.der-pflegekompass.de/ikk
www.der-pflegekompass.de
www.der-pflegekompass.de/lsv


29.01.2010 Leerstände in stationären Alten- und Pflegeheimen

Zunehmend Leerstände in den stationären Alten- und Pflegeheimen zu verzeichnen.

 

Dies macht eine Umfrage des Fachdienstes „Seniorenangelegenheiten und Betreuungsstelle” unter allen stationären Alten- und Pflegeheimen des Kreises Recklinghausen deutlich.

Der Kreisdirektor Roland Butz bestätigte dies als eine landesweit zu beobachtende Entwicklung. Gut ein Drittel der Heime sei im Dezember voll belegt gewesen.

Während die Auslastungsquote Ende 2008 durchschnittlich bei 96,09 Prozent lag, lag sie Mitte 2009 bei 95,54% und zum Jahresende nur noch bei 94,81%.

Ende 2009 standen im Kreis Recklinghausen 335 Betten leer.

Lange Wartezeiten gibt es nur noch ganz vereinzelt, vielmehr steigt mit immer größer werdendem Platzangebot auch der Druck auf die Heimträger, sich der Konkurrenz auf dem Pflegemarkt stellen zu müssen. Alternative Wohnformen wie zum Beispiel das Betreute Wohnen, Pflegewohngemeinschaften etc. und ein immer breiteres Spektrum ambulanter Hilfeangebote sind für die Senioren je nach Hilfebedarf oft attraktiver.

Eine Entwicklung, die der Gesetzgeber so gewollt hat. Mit der Änderung des Landespflegegesetzes wurde in NRW die Pflegebedarfsplanung aufgegeben.

Bauvorhaben, über den Bedarf hinaus, können seitdem nicht mehr vom Kreis oder dem Kommunen verhindert werden.

 

Die Tatsache, dass jeder interessierte Investor ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Bedarf die Möglichkeit hat, Seniorenheime zu errichten, sieht der Kreis kritisch. Dort setzt man auf eine möglichst lange ambulante Versorgung der Senioren in ihrer häuslichen Umgebung. Dies entspreche dem Wunsch fast aller Menschen und entlaste zusätzlich den Haushalt des Sozialhilfeträgers.

Zwei neue Einrichtungen mit weiteren 120 Plätzen kommen 2010 zu dem bisherigen Überschuss noch hinzu, und für die nächsten Jahre liegen bereits konkrete Bauvorhaben vor.  

(Quelle: DerWesten)

     


22.01.2010 Pflegenoten im Internet - ja und nein?

Das Münsteraner Sozialgericht gab am 18.01.2010  dem Eilantrag eines Münsteraner Heimes statt, in dem die Veröffentlichung der Pflege- oder Transparenznoten im Internet gegen den Willen des Heimes untersagt wurde.
Das Sozialgericht Münster stoppte die Veröffentlichung der Pflegeheimnoten nur vorläufig.
Es mangele an belastbaren Beurteilungskriterien der "Ergebnis- und Lebensqualität" in den Pflegeheimen, so die Begründung. Hinterfragt wurde, ob es Belege dafür gibt, dass Prüfkatalog und Pflegenoten wirklich "zutreffende Tatsachenfeststellungen" sind und ob auf der Grundlage der Pflegedokumentation tatsächlich die Ergebnis- und Lebensqualität bewertet werden können.
Das Gericht wies in seiner Urteilsbegründung darauf hin, dass es keinen Prüfbericht geben könne, der den gesetzlichen Vorgaben entspricht, solange keine validen Indikatoren zur Messung der Ergebnis- und Lebensqualität vorliegen.
Das Endgültige Urteil ist nach dem Hauptverfahren zu erwarten.

Im Gegensatz dazu ist ein Pflegeheim in Unna vor dem Sozialgericht Dortmund mit einem ähnlichen Antrag gescheitert. Der Landesverband der Betriebskrankenkassen Nordrhein-Westfalen darf die Noten des Heimes nun auf seinen Internetseiten veröffentlichen. 
Das Sozialgericht Dortmund teilte am 20.01.2010 mit, der Heimträger habe geltend gemacht, der Bericht des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) Westfalen-Lippe über die Qualitätsprüfung in seinem Pflegeheim sei fehlerhaft und zeichne ein unzutreffendes Bild seiner Einrichtung. Des Weiteren wies er darauf hin, die Pflegeverbände seien nicht hinreichend an der Erstellung der Qualitätsprüfungsrichtlinien beteiligt gewesen. Eine Gelegenheit zur Vorbereitung auf die Prüfung habe ebenfalls nicht bestanden.
Der Antrag des Heimträgers wurde durch das Gericht dennoch abgelehnt. Tatsächlich enthalte der zur Veröffentlichung vorgesehene Bericht empfindliche Hinweise auf Defizite der Pflegeeinrichtung, die geeignet seien, Interessenten von einer Inanspruchnahme des Heims abzuhalten. Es sei aber nicht erkennbar, dass diese Hinweise unzutreffend seien, so die Begründung des Gerichts in dem bereits am 11. Januar ergangenen Entscheid. Der sorgfältig abgefasste Bericht beruhe auf einer gründlichen zweitägigen Ermittlung mehrerer Prüfer in der Einrichtung. An der Erstellung der Qualitätsrichtlinien seien die Pflegeverbände beteiligt gewesen und die unangemeldete Durchführung der Qualitätsprüfung entspreche der gesetzlichen Vorgabe.
Die Urteile machen deutlich, dass die Diskussionen über die Pflegenoten noch lange nicht beendet sind.


15.01.2010 Grundsatzstellungnahme „Demenz“ veröffentlicht

In seiner aktuellsten Veröffentlichung befasst sich der Medizinische Dienst des Spitzenverband Bund der Krankenkassen (MDS) mit dem Thema Demenz und unterstützt damit die Ihnen, nach § 112 SGB XI Abs. 3, übertragenen Beratungsfunktion gegenüber den Pflegediensten.
Die Grundsatzstellungnahme dient nicht nur der professionellen Pflege, sondern soll ebenso die ehrenamtlich Tätigen und die pflegenden Angehörigen informieren und im Alltag unterstützen.
Zu beziehen ist die Publikation, die von dem interdisziplinären Projektteam der Expertengruppe Pflege erarbeitet wurde, in Papierform für 1,45 Euro in Briefmarken bei MDS e.V., 45116 Essen oder sie kann über die Internetpräsenz des MDS heruntergeladen werden.


08.01.2010 Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR)

Klage der Trägerverbände der  Pflegeeinrichtungen

Einer Pressemitteilung zur Folge, wurde durch die  Trägerverbände der Pflegeeinrichtungen Klage gegen die Gültigkeit der Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR) eingereicht, auf deren Grundlage die Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) in Pflegediensten und Pflegeheimen durchgeführt werden.
Die neue QPR wurde durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) zum 1. Juli 2009 genehmigt.
Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Trägerverbände darüber beklagt, dass ihnen, entgegen der  gesetzlichen Vorgabe, vor der Genehmigung der neuen QPR die notwendigen Informationen nicht komplett zur Verfügung gestellt wurden. Insbesondere wurde die Prüfanleitung, anhand derer der MDK feststellt, ob ein Kriterium erfüllt ist, offiziell nicht vorgelegt.
Berichte aus der Praxis machen deutlich, dass bei den seit Juli 2009 bundesweit vorgenommenen Qualitätsprüfungen die Prüfanleitungen nicht einheitlich waren und die Transparenzkriterien nicht in der vertraglich miteinander festgelegten Form in die QPR eingearbeitet wurden. (Quelle: bpa)

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02.01.2010 Pflegeversicherung

Wichtige Änderungen in 2010!

Bei der Gestaltung des Pflegeweiterentwicklungsgesetztes wurde für die Höhe des Pflegegeldes eine Staffelung vereinbart, die ab dem 01.01.2010 erstmals zum tragen kommt.

Für Versicherte mit Leistungsanspruch bedeutet dies, die Beträge für selbstbeschaffte Pflegehilfen erhöhen sich

  • für Pflegebedürftige der Pflegestufe I von bisher 215 Euro auf 225 Euro

  • für Pflegebedürftige der Pflegestufe II von bisher 420 Euro auf 430 Euro

  • für Pflegebedürftige der Pflegestufe III von bisher 675 Euro auf 685 Euro

Für die häusliche und teilstationäre Pflege erhöhen sich die Beträge

  • für Pflegebedürftige der Pflegestufe I von bisher 420 Euro auf 440 Euro

  • für Pflegebedürftige der Pflegestufe II von bisher 980 Euro auf 1.040 Euro

  • für Pflegebedürftige der Pflegestufe III von 1.470 Euro auf 1.510 Euro.

Die Beträge zur Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege erhöhen sich von bisher 1.470 Euro auf 1.510 Euro.

Siehe: SGB XI § 37, SGB XI § 41, SGB XI § 42      


18.12.2009 Leuchtturmprojekt Demenz

Als mögliche Alternative für ein Altenheim, hat das Konzept einer Wohn- oder Hausgemeinschaft mancherorts bereits Umsetzung gefunden. In den Wohngemeinschaften ist für die alltägliche hauswirtschaftliche, pflegerische und evtl. psychosoziale Unterstützung gesorgt.

Das Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) und die Konkret Consult Ruhr GmbH (KCR) haben ein Projekt ins Leben gerufen, in dem sich 18 Haus- und Wohngemeinschaften zusammengefunden haben, in welchen überwiegend oder ausschließlich Menschen mit Demenz leben.

Ziel ist, durch den Austausch von Erfahrungen, Kenntnissen und Problemlösungsansätzen voneinander zu lernen und so die Qualität der Begleitung von Menschen mit Demenz weiterzuentwickeln. Aus den Ergebnissen sollen Beispiele für erfolgreiche und praxisnahe Lösungen erarbeitet werden, die auch anderen Einrichtungen zu gute kommen sollen und sie motivieren können in ähnliche Qualitätsentwicklungsprozesse einzusteigen.

 

Das Projekt läuft bereits seit dem Jahr 2008 und wird noch bis in das Jahr 2010 durchgeführt.

 

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11.12.2009 Familie - Fundament in der Demenzbetreuung

Überall auf der Welt bleibt die Familie der Eckpfeiler der Versorgung von alten Menschen, die ihre Kompetenz für eine selbständige Lebensführung verloren haben, so ist es im  Welt Alzheimer Bericht 2009 zu lesen.

In vielen Industrieländern - viele mit umfassendem Gesundheits- und Sozialsystem - werden die Rolle der Familien und ihr Bedarf an Unterstützung übersehen. In den einbezogenen Studien und in nahezu allen settings wird die Betreuung hauptsächlich von Frauen übernommen.

In West Europa liegt die Erkrankungsrate bei den über 60 Jährigen bei 7,2%. Die Wissenschaftler haben für 2010, in West Europa, 6,98 Mio. Betroffene über 60 Jahren ermittelt und rechnen bis 2050 mit einer Zunahme von 93%.

Dass, angesichts der demographischen Entwicklung, die Familien dann noch die Hauptlast in der Betreuung tragen können ist fraglich.

"Uns steht eine Notsituation bevor", sagte Daisy Acosta, Leiterin der Forschungsgruppe Alzheimer's Disease International (ADI). Sie fordert, die Regierungen und die Weltgesundheitsorganisation WHO sollten der Erforschung der Demenz ebenso wie den vorbeugenden Maßnahmen deshalb höchste Priorität beimessen.

 


04.12.2009 Bessere Hilfsmittelversorgung bei Dekubitus

Bessere und zielgerichtete Hilfsmittelversorgung im Dekubitusmanagement

 

"Individuelle, den Bedürfnissen des Betroffenen und den prioritären Pflege- und Therapiezielen entsprechende Versorgung mit Hilfsmitteln gegen Dekubitus."

Dies ist der Anspruch, den der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege an die prophylaktischen Maßnahmen stellt.

Mit den neuen Erhebungsbögen, des Dekubitus-Forums des BVMed zur Hilfsmittelversorgung bei Dekubitus, sind genau diese Ansprüche berücksichtigt.

Erstmals werden hier pflege- und therapierelevante Ziele formuliert und bei der Auswahl des Hilfsmittels berücksichtigt.

Darüber hinaus ist eine Zielüberprüfung nach vier Wochen vorgesehen.

Stellt sich dann eine nicht bedürfnisgerechte Versorgung heraus, kann auf Basis der ermittelten Daten eine gezielte Umversorgung vorgenommen werden.

Die Erhebungsbögen des Dekubitus-Forums können jetzt auch von der IGAP-Homepage als Download heruntergeladen werden.


04.12.2009 Pflegende werden gefragt

Die Versorgungsqualität beim Dekubitusmanagement steht im Focus. 

Welche Qualität hat die Hilfsmittelversorgung für das Dekubitusmanagement in der ambulanten Pflege? Welche Möglichkeiten der Einflussnahme haben die Pflegenden?

Zu diesen Fragen hat das Dekubitus-Forum des BVMed eine Online-Umfrage gestartet.  

Ziel der Befragung ist es, Daten zur Versorgungsqualität aus dem Bereich der Ambulanten Pflege zu sammeln und auszuwerten.

Der Online-Fragebogen ist abrufbar unter http://www.dekubitus-forum.de./.


02.12.2009 Noten der Pflegeheime jetzt Online!

Seit Juli 2009 überprüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Pflegeheime im Bundesgebiet gemäß der  Pflege-Transparenzvereinbarung des Pflegeweiterentwicklungsgesetztes.
Die Ergebnisse der Qualitätsüberprüfungen sind jetzt Online abrufbar.
Unter www.pflegelotse.de kann der interessierte Pflegebedürftige und seine Angehörigen gezielt nach Häusern suchen, deren Transparenzbericht bereits veröffentlicht ist.
In den dort veröffentlichen Berichten sind die Prüfergebnisse sowie die Antworten auf alle Fragen aufgeführt.


27.11.2009 Schwerbehindertenausweis auch für Demenzkranke

Ein an Demenz Erkrankter wird im Verlauf seiner Erkrankung zunehmend in seinen Alltagskompetenzen eingeschränkt. Ohne Begleitung am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen ist ihm irgendwann unmöglich. Es besteht die Möglichkeit dem Betroffenen und seinen Angehörigen, mit einem Schwerbehindertenausweis, Erleichterung in den Alltag zu bringen.

SGB IX § 2, Abs.1 Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Bei einem Behinderungsgrad von mindestens 50 besteht Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Eine Behinderung liegt nicht nur bei Einschränkungen der körperlichen Fähigkeiten, sondern auch bei Einschränkungen der geistigen und seelischen Fähigkeiten vor. Demnach kann bei einem Betroffenen mit einer mittelgradigen Demenz bereits ein Behinderungsgrad von 50 vorliegen und der entsprechende Antrag beim zuständigen Versorgungsamt gestellt werden.

Mehr dazu hier


20.11.2009 Neuer Wunddokumentationsbogen jetzt online!

Der IGAP Wunddokumentationsbogen ist überarbeitet und in seiner neuen Version als Download auf der IGAP Homepage kostenlos abrufbar.

Das neue Format erleichtert die Unterbringung in den herkömmlichen Kurvensystemen und eine fortlaufende Dokumentation. Der Ausdruck des Bogens ist entsprechend dem Bedarf jederzeit möglich, wodurch sich die Bestellung einer gedruckten Version erübrigt, die somit künftig nicht mehr bei IGAP erhältlich sein wird.

Wir bedanken uns für das bisherige große Interesse an unserem Angebot und hoffen weiterhin auf eine rege Nutzung des Selbigen.


17.11.2009 Beobachtungsberichte über besseren Schlaf

Wie bereits berichtet, wurde durch IGAP im Jahr 2008, in mehreren Pflegeeinrichtungen für dementiell Erkrankte, Testungen des MiS Micro-Stimulations-Systemes Thevo autoActiv durchgeführt.
Die gesammelten Erfahrungen und Beobachtungen flossen in die Entwicklung eines Bettes auf der Basis der MiS Micro-Stimulation ein, dass auf die Bedürfnisse dementiell erkrankter Menschen abgestimmt ist. Dem Bedürfnis nach komfortablem, schmerzfreiem Liegen wird ebenso entsprochen wie dem Bedürfnis nach entspanntem leichtem Bewegen, was sich positiv auf das Schlafverhalten auswirkt.
Dieses MiS Micro-Stimulations-System ThevoVital wird bereits seit einigen Monaten in unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen eingesetzt. Mit einigen der Einrichtungen sind wir, von IGAP, in regem Kontakt, so dass wir vereinzelt Beobachtungsberichte über den Einsatz von ThevoVital erhalten, die wir auf unsere Homepage setzten.

Die Zusammenfassung der Beobachtungsergebnisse der 2008 durchgeführten Testreihe können ebenfalls auf der Homepage aufgerufen werden.   


06.11.2009 Dialogzentrum Demenz (DZD)

Wirkt sich die Pflege eines demenzerkrankten Ehepartners beschleunigend auf die Depressions- und Demenzentwicklung des pflegenden Angehörigen aus?

 

Ist die Palliative Pflege Demenzerkrankter in der eigenen Häuslichkeit möglich?

 

Ist das Sturzrisiko von Menschen mit Demenz erhöht?

 

Zu diesen und anderen Fragen liegen wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die das Dialog- und Transferzentrum (DZD) gesichtet und die Ergebnisse in verständlicher Form zusammengefasst hat.

Diese Zusammenfassungen, Fragen und Anregungen aus der Praxis sowie Veranstaltungstermine und der Stand der Arbeit des DZD sind in dem aktuellen Newsletter unter www.dialogzentrum-demenz.de  zu finden.


 


30.10.2009 Ein etwas anderes Wohnprojekt

Das Hüsselhuus – ein wunderbarer Ort

 

Es ist ein strahlender Sommertag.

Zwei Frauen sitzen unter einem Sonnenschirm im Garten und unterhalten sich.

An einem Tisch auf der Terrasse sitzen zwei weitere Frauen mit einem Kind und säubern Erdbeeren. Die ältere der beiden Frauen, Hanna fragt ungläubig und amüsiert „…und das filmt Ihr jetzt?“ Ihre Nachbarin, die Praktikantin Giselle erklärt ihr, man wolle das Hüsselhuus bekannt machen und drehe darum einen Film über das Haus und seine Bewohner. Bewohner, die wie Hanna immer vergesslicher werden. Hanna ist erstaunt, dass sie vergesslich sein soll. Es beunruhigt sie nicht. Sie säubert weiter die Erdbeeren.

Eine ausgeglichene Ruhe herrscht in dem Haus in Himmelpforten, in dem die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz lebt.

Mit dieser Szene beginnt der Film „Das Hüsselhuus – ein wunderbarer Ort“ von der Regisseurin und freien Filmemacherin Claudia Deja. Sie kannte das Haus bereits von  einem früheren Beitrag für den NDR und war „ …sofort von dem Vorzeigemodell für Selbsthilfe begeistert.“

Der Film zeigt deutlich den bedrückenden Verlust des Gedächtnisses und den Rückzug in die eigene Welt. Er zeigt aber auch den familiären und entspannten Umgang miteinander und mit den Defiziten der Bewohner.

Es wird viel gelacht und die Menschen leben immer noch ihren Humor aus. Der Arzt kommt ins Haus und unterhält sich mit allen. Er fragt Hanna, ob er sie einiges über ihr Gedächtnis fragen darf. Na, meint sie schmunzelnd, das gehe ihn ja eigentlich nichts an. Auf die Frage, wie sie denn heiße, erklärt sie ihm, in ihrem Personalausweis stehe Johanna, aber er dürfe Hanna sagen. Wie alt ist sie? „Das rechne mal schön selber aus“, sie grinst verschmitzt.

Die ruhige Atmosphäre wirke sich positiv auf die Patienten aus, sagt der Arzt Dr. Walle. Die Umgebung reduziere die Angst und er müsse weniger Medikamente verschreiben.

Die Pflegerin Uschi Hilgert schätzt an ihrer Arbeit, dass sie den alten Menschen die Zeit lassen kann, die sie auch brauchen. Man fühle sich immer zu Hause, erklärt sie zufrieden.

 

Die DVD mit dem 30-minütigen Film kann für 10,- € über den Verein „Herbstzeitlose“ bezogen werden.

 

Das Hüsselhuus in Himmelpforten ist eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für acht  bis zehn Menschen mit Demenz. Das private Wohnprojekt wird seit seiner Gründung im Jahr 2003  von dem Verein „Herbstzeitlose“ begleitet. Die Betreuung wird von den Angehörigen selbst organisiert. Das Wohnkonzept soll einen Weg zeigen, zwischen der häuslichen Pflege, mit oft überforderten Angehörigen, und dem Heim, das demente Menschen manchmal überfordert.

  

 


23.10.2009 Fisch und Sport sind gut gegen Alzheimer.

 

Wie Heise Online berichtet,  erklärt dies der Psychiater George Bartzokis von der University of California in einem Interview,  in der neuen Ausgabe 11/09 von Technology Review.  George Bartzokis sieht die Ursache für Alzheimer nicht in Proteinablagerungen im Gehirn, sondern in der Myelinschicht der Nervenfasern.

Die isolierende Myelinschicht um die Nervenfasern im Gehirn wird ab einem Alter von 45 Jahren nicht mehr schnell genug repariert. Die Folge ist, sie wird dünner. Für die Reparatur werde zeitweilig die Nährstoffzufuhr der Synapsen - die Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen - unterbrochen, so erklärt Bartzokis. Wird die Reparatur nicht weitergeführt, so wird nach einiger Zeit diese Verbindung aufgelöst. Daraus ergebe sich auch die Schädigung der Nervenfasern und die Nervenzellen gehen ein.

Seiner Meinung nach finden sich hier ganz andere Therapieansätze. Als leicht umzusetzende  vorbeugende Maßnahmen rät er: Fischtran einnehmen und Sport zu treiben. (Heise Online)  

Es zeigt sich wieder, deutlich, wie wichtig es ist, neben einer ausgewogenen Ernährung, bis ins hohe Alter in Bewegung zu bleiben und Sport zu treiben.

Ein Bemühen muss demnach sein, die Bewegungsfähigkeit so lange wie möglich zu erhalten und zu fördern, um dies zu ermöglichen.

 


17.10.2009 Weniger Dekubitus in den Pflegeheimen

Pflegeheime schneiden besser ab als Kliniken

Durchschnittlich zehn Prozent der bewegungsunfähigen Patienten in den Pflegeheimen wiesen einen Dekubitus auf. Dies ist ein Ergebnis der jährlichen Prävalenzerhebung der Wissenschafter der Charité Berlin. In den Kliniken waren es 27 Prozent. Dies liege sicherlich an der deutlich häufigeren Versorgung der Heimbewohner mit modernen Pflegehilfsmitteln, so erklärte der Projektleiter Nils Lahmann in der kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung. 35 Prozent der dauernd bettlägerigen Heimbewohner erhielten laut Erhebung ein so genanntes dynamisches Lagerungssystem, eine Matratze, die automatisch für Druckausgleich sorgt. In den Kliniken war dies nur bei 17 Prozent der Fall. Insgesamt sei die Häufigkeit von Dekubitus, seit Beginn der Erhebung im Jahr 2001, in den teilnehmenden Pflegeheimen deutlich zurück gegangen.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass Pflegeheime sich um die Versorgung mit modernen Lagerungshilfsmitteln bemühen, obwohl die Kosten für diese Versorgung im Allgemeinen zu ihren Lasten gehen. Es wird jedoch auch deutlich, dass immer noch mehrheitlich Wechseldruckluftmatratzen in den Pflegeheimen eingesetzt werden, wie die Beschreibung der eingesetzten Lagerungshilfsmittel deutlich macht. Wenn wir bedenken, dass die negativen Auswirkungen dieser Hilfsmittel auf das Körperbild und das Risiko der Verstärkung von Spastiken seit langem bekannt sind und diskutierte werden, ist dies erschreckend. Es gibt seit langem Lagerungshilfsmittel, die diese negativen Auswirkungen nicht mit sich bringen, die Bewegungen der Patienten unterstützen und fördern und darum den Wechseldruckluftmatratzen vorgezogen werden.  Zunehmend entscheidet man sich inzwischen in Pflegeheimen, angesichts der Problematik der negativen Nebenwirkungen, für die Entfernung der Wechseldruckluftmatratzen und den  Einsatz dieser Bewegungsbetten auf Basis der MiS Micro-Stimulation.

Besorgte Pflegebedürftige und ihren Angehörigen sollten gezielt bei der Wahl eines Pflegeheimes darauf achten und dies erfragen.  


09.10.2009 Geplante Transparenz führt zunehmend zu Unsicherheit.

Mehr Sicherheit bei der Auswahl des richtigen Pflegeheimes für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.
Besserer Überblick über die Qualität in den Pflegeheimen. Mehr Transparenz!
Das war die Absicht, die hinter der Transparenzvereinbarung des Pflegeweiterentwicklungsgesetztes stand.

Die Benotungen der Pflegeheime sollten gemäß Pflege-Transparenzvereinbarung, Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen bei der Auswahl eines passenden Pflegeheimes helfen und ihnen Sicherheit bei der Wahl geben. Aber diese Sicherheit bleibt, noch vor der wiederholt verschobenen Veröffentlichung der Ergebnisse, auf der Strecke.
Immer wieder sind unterschiedliche Aussagen in der Presse zu lesen, in denen einerseits betont wird, dass mit diesem Benotungskonzept kein Pflegeheim schlecht abschneiden kann, weil  schlechte Noten mit guten Bewertungen ausgeglichen werden.
Andererseits ist zu lesen, dass Einrichtungen mit einer guten Pflege durch verzeihliche Mängel schlecht benotet werden können.
Aktuell lesen wir, dass Heime in bestimmten Teilbereichen mit „ausreichend“ oder „mangelhaft“ abgeschnitten haben.
Diese wiedersprüchlichen Informationen führen zu deutlicher Irritation und Unsicherheit bei den Angehörigen. „Manche Angehörigen sehen deshalb ganz von der Suche nach einem passenden Pflegeheimplatz ab“, berichtete uns die Pflegedienstleitung einer dörflich gelegenen Pflegeeinrichtung mit 70 Betten. Sogar hier, wo fast jeder jeden kennt, besteht diese Sorge. Die Angehörigen wollen nichts falsch machen und versorgen ihre Pflegebedürftigen lieber weiterhin zuhause.
In einer anderen Pflegeeinrichtung fragt eine verunsicherte ältere Dame bei ihren Einzug die Pflegedienstleitung, ob „das denn wirklich alles so schlimm ist, wie es in der Zeitung steht“.
Dies spricht eher für Unsicherheit als für Sicherheit.

Unsere Empfehlung an suchende Pflegebedürftige und ihre Angehörigen:
• Nutzen Sie das Internet zur Recherche.
• Sehen sie sich die Pflegeheime in ihrer Nähe an.
• Es besteht immer die Möglichkeit sich vor Ort ein Bild von der Einrichtung zu machen und diese zu besichtigen.
• Vielfach ist ein Probewohnen möglich, um Bedenken auszuräumen.
 


02.10.2009 Beobachtungsergebnisse jetzt online

Beobachtungsergebnisse über die Auswirkungen des Prinzips der Mikrostimulation auf die Schlafqualität von Demenzkranken sind jetzt online nachzulesen.

Bereits in der Studie „Klinische Evaluation der Wirksamkeit des MiS Micro-Stimulations-Systems Thevo-Activ“, im Jahr 2003, wurde neben der Hauptfrage, nach dem Einfluss auf die Wundheilung bei Dekubitus, auch die Frage nach den Auswirkungen auf die Verwirrtheitszustände der Probanden beurteilt. Nicht nur die Hauptfrage konnte zufriedenstellend beantwortet werden.
Auch bei letzterer konnten vereinzelt deutliche Verbesserungen der Unruhezustände im Zusammenhang mit den dementiellen Veränderungen beobachtet werden.
Deshalb wurde im Auftrag der Firma Thomashilfen durch IGAP, im Jahr 2008, eine Testung durchgeführt, die zum Ziel hatte, mögliche Auswirkungen des Prinzips der Mikrostimulation auf die Schlafqualität und damit auf das allgemeine Befinden der Demenzkranken festzustellen.

Die Beobachtungsergebnisse der durchgeführten Testung sind jetzt auf der IGAP-Homepage nachzulesen.

 


25.09.2009 Aktive Menschen erkranken seltener an Demenz

Kontaktfreudige und ausgeglichene Menschen erkranken seltener an Demenz.
In einer Studie des Karolinska Institutet, in Solna, Schweden, wurden 500 gesunde ältere Menschen über ihre Persönlichkeit befragt. Mit Hilfe der Fragebögen wurde ermittelt, wie regelmäßig der Befragte soziale Kontakte pflegte und an Freizeitaktivitäten teilnahm.
Man stellte in der sechs Jahre währenden Laufzeit der Studie fest, dass die Ausgeglichenen unter ihnen, die soziale Kontakte pflegten und in ihrer Freizeit aktiv waren, ein um 50% geringeres Risiko hatten an Demenz zu erkranken.
Diese Studie belegt die Wichtigkeit sozialer, geistiger und körperlicher Aktivitäten.


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18.09.2009 Beobachtungsbericht

Verlaufsbericht der Testung
eines Micro-Stimulations-Systems (ThevoautoActiv) bei Herrn M.* aus B.

Herr M., 68 Jahre, ein Patient mit fortgeschrittener Demenz im Stadium III, lebt in häuslicher Umgebung und wird von seiner Ehefrau gepflegt.
Er weist Kontrakturen der Hand- und Fußgelenke auf und zeigt einen hohen Muskeltonus, der sich besonders bei passiver Bewegung und pflegerischen Maßnahmen zeigt. Durch Ausstreichen der Arme und Beine sowie beruhigendes Erklären der pflegerischen Maßnahmen ist eine Senkung des Muskeltonus möglich.

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11.09.2009 MDK-Prüfergebnisse erst nach der Bundestagswahl

Seit Juli 2009 überprüft der MDK nun deutsche Pflegeheime nach den neuen Qualitätsprüfkriterien. Die Ergebnisse dieser Prüfungen sollten ursprünglich im Spätsommer veröffentlicht werden. Nun aber sieht es so aus, als würden erste Ergebnisse erst nach der Bundestagswahl zugänglich. Verantwortlich dafür sind nach Angaben der Kassen die Länderinteressen und der Wahlkampf.
 
Glaubt man ersten Einblicken, fielen die Überprüfungen weitgehend positiv aus. „Die Noten erfüllen nicht ganz unsere vielleicht hochgesteckten Erwartungen“, sagte der Vorstand des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) Klaus-Dieter Voß, dem Nachrichtenmagazin „Focus“. 
„Sicher hätten das Gesamtergebnis in der Darstellung noch plakativer sein können“, bemängelte auch Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (Quelle: aerzteblatt.de).
 
Hier kommen Kritiker des Bewertungssystems wieder zu Wort, die bereits vor der Einführung die neuen Qualitätsprüfrichtlinien (QPR) bemängelten. schlechte Noten können mit guten Noten ausgeglichen werden. Einige erwarten sogar nur gute Gesamtbewertungen.
Mehr Transparenz ist von Heimen mit guter Pflege immer gewünscht, denn nur so können sie ihre Qualität darstellen und sich von schlechteren Heimen abheben.
 
Angesichts des hart umkämpften Pflegemarktes, mit freien Pflegeplätzen und insolventen Pflegheimen ist für jede hochwertige Pflegeeinrichtung ein Abheben von der Masse wichtig.
Vielen Heimen bietet die sogenannte Thevo-Liste die Möglichkeit, in Details der Versorgung, eine Abgrenzung vorzunehmen.
Dies ist eine Möglichkeit, Bereiche der Versorgung, in denen ein besonderes Vorgehen gezeigt wird, hervorzuheben.

Auf der Thevo-Liste  werden Heime geführt, die sich mit Hilfe von Bewegungsbetten um das bewegungsfördernde Liegen und Lagern bemühen.

Die Bewegungsbetten unterstützen den Erhalt der Eigenbeweglichkeit des Liegenden und unterstützen so auch den erholsamen Schlaf.


04.09.2009 IGAP- Informationsveranstaltung

„Der gesunde Schlaf des Pflegebedürftigen als Quelle der Erholung für die Pflegenden.“

Demenz ist eine Erkrankung, die uns immer häufiger im persönlichen Umfeld begegnet. Oft sorgen dementierende Menschen durch ihre Schlafstörungen, aber auch durch ihre häufige Suche nach Bewegung und Wahrnehmung für Unsicherheit bei Angehörigen und im näheren Umfeld.

Diese Informationsveranstaltung zeigt die Wichtigkeit von Bewegung und  Wahrnehmung des eigenen Körpers für den entspannten Schlaf auf.
Es wird verdeutlicht, was dies für den Gesunden bedeutet und auf diese Weise verständlich dargestellt, wie wichtig dies für den dementierenden Menschen ist.

Veranstaltungstermin: 16.09.2009, 19:30

Veranstaltungsort:   DRK-Haus Zeven 
                                Am Mittelteich 3
                                27404 Zeven


31.08.2009 DIDP setzt auf Demenzprävention!

Deutsches Institut für Demenzprävention (DIDP), am 24.08.2009, auf dem Campus Homburg der Universität des Saarlandes eröffnet.

Neuen Forschungsergebnissen zur Folge, beginnt die Alzheimer-Krankheit bereits 20 bis 30 Jahre vor den ersten Symptomen und der darauf folgenden Diagnosestellung. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits große Anteile der Nervenzellen irreversibel geschädigt. 

Davon ausgehend, dass therapeutische Erfolge in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sind, setzt das neu eröffnete Deutsche Institut für Demenzprävention auf die Entwicklung und Umsetzung von Strategien, die den Verlauf der Erkrankung aufhalten.

International sind im Bereich der Frühdiagnostik in den letzten Jahren Fortschritte erzielt worden, die es möglich machen, therapeutisch wirksame Maßnahmen bereits vor dem Nervenzellverlust einzuleiten.

Hier sehe man eine Chance und es gelte die Zeitspanne zu nutzen, um so die Demenz wirksam und frühzeitig zu bekämpfen, erklärt Prof. Dr. Klaus Fassbender vom DIDP. (Quelle: idw-online.de)

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06.08.2009 Schlaf bei Demenz

Der Schlaf dementiell erkrankter Menschen ist für pflegende Angehörige oft ein nicht enden wollendes Thema.

Nächtliche Unruhe mit unruhigem „Wälzen“ im Bett, langen Einschlafphasen und häufigem Erwachen, das dann häufig in Aufstehen und Herumlaufen mündet, erschwert die Nächte und die Tage.
Ein Grund für die Unruhe und das intensive Bewegen kann das Bedürfnis sein, den eigenen Körper besser zu spüren und wahrzunehmen. Mehr zu diesem Thema finden Sie in unseren Pflege-Infos 8 und 9.


Jetzt hat die Firma Thomashilfen aus Bremervörde, die sich bereits seit Jahren mit der Bedeutung von Bewegung für den Schlaf befasst, eine neue Matratze entwickelt die den Bedürfnissen eines dementiell Erkrankten entgegen kommen soll.
Thomashilfen hat zur Zeit für den Raum Hamburg eine Spendenaktion angelegt, die das Ziel hat, dementiell Erkrankte mit Schlafstörungen, die im häuslichen Bereich gepflegt werden, mit der neuen ThevoVital-Matratze zu versorgen. 


Informationen finden Sie unter
www.thevo-division.de


30.07.2009 Neue Erhebungsbögen für Antidekubitus-Hilfsmittel

Neue Erhebungsbögen für optimale Versorgung mit Antidekubitus-Hilfsmittel

Dekubitus ist nach wie vor ein großes Problem in der Versorgung pflegebedürftiger und immobiler Menschen. Ist er erst einmal aufgetreten, stellt er für den Betroffenen eine schmerzhafte Wunde dar, die die Lebensqualität mindert und die Gestaltung des Alltags massiv erschwert. Für die Kostenträger ist der Dekubitus ein Kostenfaktor, der, je nach Schwere der Erkrankung, die Kassen mit geschätzten 4.550 bis 19.500 Euro belastet.

Umso wichtiger ist es, im Sinne einer guten Dekubitus-Prävention, das richtige Antidekubitus-Hilfsmittel zu wählen.

Das Dekubitus-Forum des BVMed stellte diese Woche seinen überarbeiteten und optimierten Erhebungsbogen zur Hilfsmittelversorgung bei Dekubitus vor.

In der überarbeiteten Version werden erstmals die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen berücksichtigt und klare Versorgungsziele formuliert. Die Ergebnisqualität wird in Form einer definierten Zielüberprüfung kontrolliert. Stellt sich auf diese Weise eine nicht bedürfnisgerechte Versorgung heraus, kann auf Basis der ermittelten Daten eine Umversorgung vorgenommen werden.

Erstmals werden alle an der Versorgung Beteiligten in die Bedarfsermittlung einbezogen.

Zur Berücksichtigung der unterschiedlichen Anforderungen an Sitz- und Liegehilfen sind differenzierte Erhebungsbögen erstellt worden. 

Beide Erhebungsbögen zur bedarfsgerechten Versorgung mit Hilfsmitteln gegen Dekubitus können auf der Website des BVMed heruntergeladen werden.


 


24.07.2009 Versorgung mit Hilfsmitteln zur Dekubitusprophylaxe und Therapie

Vorgehen bei Hilfsmittelversorgung oft im Widerspruch zur pflegerischen Praxis! 

Die Versorgung von Pflegebedürftigen soll immer unter dem Aspekt der individuellen Bedürfnisse betrachtet werden. Deshalb werden bei der Pflegeplanung die einzelnen Pflegeprobleme und die Ressourcen des Pflegebedürftigen erfasst. Der  Erhalt der vorhandenen Ressourcen sowie deren Förderung wird in die Planung mit einbezogen.

Hier zeigt sich, dass sich Pflege nicht mehr nur als Verwalterin der Defizite betrachtet, deren Ausgleich ihr obliegt. Pflege sieht sich vielmehr in der Funktion des Förderns und Unterstützens. Dies geschieht unter dem Aspekt, jede Form der Selbständigkeit weitestgehend zu erhalten und zu fördern und dem Pflegebedürftigen auf diese Weise, so lange wie möglich, ein Mindestmass an Selbstbestimmung zu ermöglichen.

 

Diese Denkweise verliert sich schnell, wenn es um die Versorgung von Pflegebedürftigen mit Hilfsmitteln gegen Dekubitus geht.

Obwohl auch hier die Forderung nach einer individuellen Versorgung gilt, wird häufig eine einheitliche Versorgung praktiziert.

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16.07.2009 PRESSEMITTEILUNG

 

Angehörige von Demenzkranken schöpfen neue Hoffnung
Bewegungsbett bei Demenz erhält AGR Gütesiegel

Schlechter Schlaf. Unruhige Nächte. Lange Einschlafphasen und häufige Wachphasen in der Nacht. Darüber klagen fast 20% aller Erwachsenen. Mit zunehmendem Alter werden dieses Problem häufiger. Eine schlechte Tagesform, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, verminderte Gedächtnisleistung und Gereiztheit sind nur einige der Folgen. Oftmals kommen Rü-ckenbeschwerden durch ungeeignete Matratzen hinzu. Noch deutlicher werden diese Probleme bei demenzkranken Menschen. Schon nach 10 Minuten ruhigen Liegens spüren Sie ihren Körper im Schlaf nicht mehr richtig und verlieren dadurch die Orientierung. Sie wachen wieder auf und oftmals wird die Nacht zum Tage. Die dramatischen Folgen bekommen auch die Angehörigen zu spüren. Auch für sie sind die Nächte eine große Belastung, in denen man vergeblich nach Ruhe sucht. Viele Angehörige von Demenzkranken sind am Tage völlig gerädert und unausgeruht.

Eine vielversprechende Neuentwicklung zur Verbesserung des Schlafes bei Demenzkranken wurde jetzt von der Aktion Gesunder Rücken e.V. mit dem AGR Gütesiegel zertifiziert: ThevoVital. Das von der Firma Thomashilfen aus Bremervörde entwickelte Bewegungsbett bei Demenz trägt speziell zur Verbesserung des Schlafes bei Demenzkranken bei. Es wirkt auf der Basis der MiS Micro-Stimulation und unterstützt und erleichtert die Wahrnehmung des Betroffenen im Bett. Dadurch verbessert sich die Tagesform und die Ausgeglichenheit am Tage. Eine Tatsache, die auch die Angehörigen entlastet, sie können in den Nächten wieder Kräfte für den kommenden Tag sammeln.

Auf den ersten Blick handelt es sich bei Thevo Vital um eine ganz normale Matratze. Aber in ihrer Hülle befinden sich spezielle Flügelfedern, die für den rückengerechten Liegekomfort und Unterstützung der Bewegung sorgen. Das Bewegungsbett lässt sich einfach in jedes Bett oder auf den vorhandenen Lattenrost legen, auch gibt es keine komplizierten Einstellungen. ThevoVital ist einfach zu handhaben. Mit der Verleihung des Gütesiegels stellte die Aktion Gesunder Rücken e.V. ebenfalls die rückenfreundliche Wirkung von ThevoVital fest. Ein weiterer Indiz dafür, dass es sich bei dieser ThevoVital um ein vielversprechendes Bewegungsbett handelt, das für Demenzkranke und deren Angehörigen eine echte Hilfe im Kampf gegen Schlafstörungen ist.

Kontakt:
Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V.
Postfach 103
27443 Selsingen


Telefon: ++49 (0)4284/9 26 99 90
Fax: ++49 (0)4284/9 26 99 91
E-Mail:
 , Internet: www.agr-ev.de

Ansprechpartner: Detlef Detjen


14.07.2009 Erstaunlicher Aufschrei nach veröffentlichter Studie

Bereits vor zehn Jahren verdeutlichte die „Püschel-Studie“ eine defizitäre Versorgung alter Menschen.
Die aktuell vorgelegte Studie des Rechtsmediziners der Universitätsklinik Eppendorf, Klaus Püschel, verweist immer noch auf deutliche Defizite in der Versorgung alter Menschen in der letzten Lebensphase. Obwohl, laut Püschel, große Verbesserungen im Pflegebereich stattgefunden haben, gebe es keinen Grund, sich zufrieden zurückzulehnen.
Betrachtet man das Problem „Dekubitus“, so zeigt sich, dass sich hier in den letzten Jahren viel getan hat. Der Expertenstandard für Dekubitusprophylaxe ist entstanden und mehrheitlich in den Pflegeeinrichtungen umgesetzt worden. Auf diese Weise wurde das Verständnis für dieses Problem verändert und der Blick darauf geschärft. Das fand auch seine Bestätigung in den Zahlen der Prävalenzerhebung 2008 der Charité. Sie zeigen, im Vergleich zur ersten Erhebung im Jahr 2001, einen Rückgang der Dekubitalgeschwüre. Trotzdem ist immer noch eine Dekubitusprävalenz in den Stadien 1 – 4 zu 12,7 %  in den Kliniken und 7,3% in den  Pflegeheimen zu verzeichnen. Diese Zahlen sind immer noch viel zu hoch.

Die Ergebnisse aus der Rechtsmedizin, verweisen noch mal sehr deutlich auf die bestehenden Missstände. Warum zeigen sich Medien, Sozialexperten aller Parteien und Verbände jetzt so bestürzt  über diese „unhaltbaren Zustände“.
Und warum verlangen sie jetzt, vollkommen überrascht nach „dringlicher Aufklärung der Gründe“?
Haben sie bisherige Veröffentlichungen und Diskussionen nicht wahrgenommen?
Oder zeigt ihnen die Tatsache, dass diese Zahlen aus der Begutachtung Verstorbener hervorgegangen sind, die erschreckende Endgültigkeit für den Betroffenen?
Sicher werden sich die Gemüter in einigen Wochen wieder beruhigt haben, um sich bei den nächsten Veröffentlichungen wieder gebührend zu erregen.

Wir bei IGAP weisen seit Jahren auf wesentliche Notwendigkeiten in der Dekubitusprävention hin. Druckvermeidung und Druckentlastung durch Bewegung und Bewegungsförderung sind als Grundelement der Dekubitusprävention zu betrachten. Wir betonen seit Jahren, dass der Einsatz von Wechseldrucksystemen und Superweichlagerung die Bewegungsfähigkeit eines Pflegebedürftigen zusätzlich einschränkt und es ihm so unmöglich wird, selbständig zur Druckentlastung beizutragen.
Sogar selbständige Bewegungen oder kleine Mikrobewegungen, die die Lagerungsintervalle verlängern können, werden erschwert. Aktivierende Pflege, die den Erhalt der Bewegungsfähigkeit und damit auch ein Mindestmaß an Selbstbestimmtheit unterstützen soll, wird dadurch in ihrer Wirkung konterkariert. 
Der Bewegungsmangel der Patienten sorgt dann häufig für Druckgeschwüre. Für Betroffene bedeutet dies Schmerzen. Dann wird reagiert und nach Verantwortlichen gesucht, statt die Prophylaxe in den Mittelpunkt zu stellen. Wirtschaftlich ist diese Vorgehensweise nicht,  denn die Kosten zur Behandlung und Heilung sind enorm hoch.
Dabei gibt es Hilfsmittel gegen Dekubitus, die auf der Basis der MiS Micro-Stimulation, die Bewegungen und den Erhalt der Bewegungsfähigkeit unterstützen.

Solange jedoch die Versorgung Pflegedürftiger mir Hilfsmitteln, nahezu ausschließlich, mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit erfolgt und die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen  und damit die Zweckmäßigkeit für den Betroffenen in den Hintergrund treten müssen, solange werden Pflegebedürftige durch den Einsatz von, die Bewegung einschränkenden, Hilfsmitteln gegen Dekubitus zusätzlich immobilisiert.
Einige Heime haben diesen Missstand erkannt und setzen in der Dekubitus-Prophylaxe auf Betten auf der Basis der MiS Micro-Stimmulation, die die Eigenbewegung des Pflegebedürftigen unterstützten, stimulieren und fördern. Durch die Förderung und den Erhalt der Bewegungsfähigkeit des Pflegebedürftigen, wird dieser in die Lage gebracht an der Dekubitusprophylaxe mitzuwirken. So kann Dekubitus gar nicht erst entstehen.

Eine Liste dieser Heime findet man auf:  www.thevo-liste.de

 

 


07.07.2009 Neue Matratze mit AGR Gütesiegel

Die AGR (Aktion Gesunder Rücken e.V.) hat jetzt eine Matratze zur Verbesserung des Schlafes bei Demenzkranken, mit dem AGR Gütesiegel ausgezeichnet. Thevo Vital, eine Matratze, die unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse von Demenzkranken entwickelt wurde, basiert auf dem Prinzip der MiS Micro-Stimulation.

Schlechter Schlaf. Unruhige Nächte. Lange Einschlafphasen und häufige Wachphasen in der Nacht. Fast 20 % der Erwachsenen klagen über Schlafstörungen. Mit zunehmendem Alter wird dieses Problem häufiger beschrieben. Eine schlechte Tagesform, eingeschränkte Leistungsfähigkeit,  verminderte Gedächtnisleistung und Gereiztheit sind nur einige der Folgen.

Dementiell erkrankte Menschen leiden noch häufiger unter Schlafstörungen. Hier wird von ca. 70% berichtet. Dies ist besonders für die pflegenden Angehörigen ein erhebliches Problem.

Demenzkranke haben längere Einschlafphasen und längere nächtliche Wachphasen als gesunde ältere Menschen. Ein Grund für ihre Schlafstörungen kann ein Verlust des Körpergefühls durch das lange Liegen sein.

Zum Spüren seines Körpers, sucht der Demente dann nach Bewegungs- und Berührungsinformationen. Er wird unruhig und bewegt sich stark im Bett. Einige Angehörige beschreiben dies als „Wühlen“ in der Matratze oder „hin und her werfen“. Ziel ist: Das Spüren des eigenen Körpers, es gibt Sicherheit und Orientierung und diese Sicherheit hilft beim Wiedereinschlafen.

Ein weiterer Grund für Schlafstörungen kann Schmerz sein. Im Alter treten zunehmend Erkrankungen auf, die mit Schmerzen einher gehen. Bei Demenzkranken werden diese Schmerzen, weil sich die Betreffenden nicht gezielt äußern können, häufig jedoch nicht bemerkt und behandelt. Diese Schmerzen verhindern einen entspannten Schlaf und sie verhindern ebenso das entspannte Drehen im Bett.

Angesichts dieser Problematiken, hat IGAP einige Testungen von MiS Micro.Stimulations-Systemen durch dementiell erkrankte Menschen begleitet.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der Thevo Vital ein.

Die MiS Micro-Stimulation unterstützt durch kleine Bewegungen und Berührungen die Wiederherstellung und den Erhalt des  Körpergefühls. Dadurch wird dem Liegenden konsequent ein gutes Körpergefühl vermittelt. Die Bewegungen werden unterstützt und erleichtert.

Das MiS Micro-Stimulations-System bietet somit die Grundlage für einen entspannten und erholsamen Schlaf.


 


29.06.2009 Überarbeitete Qualitätsprüfrichtlinien (QPR) dem BMG vorgelegt

Nach der Genehmigung des überarbeiteten Entwurfs der Qualitätsprüfungsrichtlinien (QPR) können nach ihren Kriterien die Pflegeheime geprüft, bewertet und die Ergebnisse veröffentlicht werden.
Eine Veröffentlichung der Bewertung, gemäß der Transparenzvereinbarung des Pflegeweiterentwicklungsgesetztes, ist dann tatsächlich bis zum Spätsommer zu erwarten. 

Wie der Verbande Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) in einer Pressemitteilung am 23.06.2009 mitteilte, hat der GKV-Spitzenverband dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) den von ihm überarbeiteten Entwurf der Qualitätsprüfungsrichtlinien (QPR) nach § 114 SGB XI vorgelegt.
Eine Genehmigung durch das BMG hält der VDAB jedoch nach der gegenwärtigen Sachlage nicht für möglich, da nicht alle notwendigen Informationen im Beteiligungsverfahren der Verbände und Organisationen vorgelegt wurden.
Das gesetzlich vorgesehene Beteiligungsverfahren sieht u.a. vor, dass die Pflegeverbände ihre Stellungnahmen zum Entwurf abgeben können, die dann in die Entscheidungsfindung einzubeziehen sind. Im Beteiligungsverfahren zur QPR wurden jedoch nicht die Prüfanleitung und die Bewertungssystematik vorgelegt. Die Bewertungssystematik sei das Kernstück der Richtlinie, erklärte Stefan Baumann, Vorstandsvorsitzender des VDAB. Die mit den Qualitätsprüfungen und somit der Qualitätsrichtlinie erzielten Ergebnisse hätten für die Pflegeeinrichtungen erhebliche Auswirkungen. Deshalb fordere der VDAB, dass die Richtlinien im gegenwärtigen Verfahrensstand nicht genehmigt werden und behalte sich rechtliche Schritte vor.
(Quelle: VDAB-Pressemitteilung)

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24.06.2006 Pflegequalität via Telefonauskunft – Hilfe oder Täuschung der Angehörigen?

 

In welchem Pflegeheim weiß ich meinen Angehörigen gut versorgt? Wie kann ich eine gute Einrichtung finden? Diese Frage besorgter Angehörigen soll mit Hilfe der Pflegequalitäts-Transparenzvereinbarung endlich eine Antwort finden. Gemäß der Vereinbarung sollen die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen des MDK ab 2010 durch die Landesverbände der Pflegekassen im Internet veröffentlicht werden. Zu Beginn dieses Jahres  wurde die Veröffentlichung der ersten Prüfergebnisse für den Spätsommer 2009 angekündigt.

 

Um die Zeit bis zur Veröffentlichung über die Pflegekassen zu überbrücken, bietet die KKH-Allianz, in Zusammenarbeit mit dem MDK-Niedersachsen, eine Telefonauskunft für die Versicherten in Niedersachsen an.

Versicherte können, über die Hotline der KKH-Allianz Heime und Qualitätskriterien nennen, die sie interessieren. Anschließend werden die notwendigen Informationen beim MDK-Niedersachsen eingeholt. Der Pflegeberater ruft den Versicherten dann zurück und informiert ihn darüber, ob das Heim bereits überprüft wurde und wie es bei der Qualitätsprüfung der zukünftig veröffentlichten Bereiche, abgeschnitten hat.

 

Jörn Bachem, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht, erklärte in CAREkonkret, warum dies für „Rechtswidrig und eine Täuschung der Pflegebedürftigen“ hält.

Zum einen gibt es noch keine Ergebnisse, die veröffentlicht werden dürfen. Was u.a. daran liegt, dass die Qualitätsprüfungskriterien nach denen die MDK-Prüfer arbeiten sollen, zurzeit überarbeitet werden.

Die Landesverbände der Pflegekassen sind für die Veröffentlichung der Ergebnisse verantwortlich. Die einzelnen Kassen dürfen keine Ergebnisse veröffentlichen, schon gar nicht vor der Veröffentlichung der Pflegekassen.

Die Prüfergebnisse müssen nach dem Gesetz in „geeigneter Form veröffentlicht“ werden. Die Telefonhotline der KKH entspreche diesen Ansprüchen nicht.

Für bereits nach den bisherigen Richtlinien geprüfte Heime bestehe die Situation, dass sie nicht wissen, was für Daten der MDK weitergibt. Der MDK prüfte bisher nicht auf der Basis der Pflegetransparenzvereinbarung, so dass sie die zu Veröffentlichung freigegebenen Daten nicht kennen. Schlimm trifft es Heime, die in der MDK-Prüfung schlecht abgeschnitten hatten und deren Konkurrenzunternehmen vor Ort noch nicht geprüft worden sind. Selbst, wenn diese sie schlechter versorgen sollten, würden sie von Interessenten eher gewählt, als das Heim, das mit schlechter Note abgeschnitten hat. Herr Bachem betrachtet die Telefonauskunft abschließend in mehrfacher Hinsicht für rechtswidrig und sieht für die Heime gute Chancen, der KKH Allianz mit einem Eilantrag durch das Sozialgericht die Weitergabe von Prüfergebnissen untersagen lassen zu können.


12.06.2009 Beruhigungsmittel für 30% der Demenzpatienten

Der gerade veröffentlichte Arzneimittel-Report der Gmünder ErsatzKasse zeigt:

Jeder 3. GEK Versicherte mit der Diagnose Demenz bekam 2008 stark wirksame Beruhigungsmittel, sogenannte Neuroleptika, verordnet.
Dies Ergebnis steht dem Wissen gegenüber, dass die regelmäßige Neuroleptikagabe das Sterblichkeitsrisiko erhöht. Der Einsatz dieser starken Beruhigungsmittel hat immer wieder Herzkreislaufprobleme, Infektionen und Schlaganfälle zur Folge.

Professor Gerd Glaeske, Leiter der GEK-Studie, fordert eine drastische Senkung der Neuroleptika-Verordnung. „Neuroleptika sind stark dämpfend, Neuroleptika sind beruhigend. Sie lassen sich offensichtlich im Pflegealltag dazu nutzen, einen Mangel der Pflege auszugleichen, indem man Menschen ruhig stellt.“, so Glaeske. „Chemische Gewalt gegen Ältere“ nennt er dieses Vorgehen und fordert, dass damit Schluss sein muss.

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09.06.2009 Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff - Umsetzungsbericht liegt vor!

Berlin.
Am 25.05.2009 übergab Dr. h.c. Jürgen Gohde, der Vorsitzende des Beirates zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, den Umsetzungsbericht des Beirates an die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. In dem Bericht werden Umsetzungsperspektiven des neuen Pflegebedürftigkeitsbergriffes und Begutachtungsverfahren aufgeführt.
„Eine neue Definition der Pflegebedürftigkeit ist Voraussetzung für eine bessere Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Das neue Begutachtungsverfahren und der neue Begriff stellen die Selbständigkeit des Menschen in den Vordergrund. Das ist ein Paradigmenwechsel, der für die pflegebedürftigen Menschen mehr Würde bedeutet. Wir kommen weg von der zeitlichen Berechnung beim Ausgleich von körperlichen Defiziten. Das Anliegen "Teilhabe statt Fürsorge" wird von Pflege aufgegriffen und findet in dem neuen Begutachtungsverfahren seinen Ausdruck. Die Umsetzung der vom Beirat gemachten Vorschläge muss in der nächsten Legislaturperiode angegangen werden. Der Prozess soll aber bereits jetzt angestoßen werden.", so Ulla Schmidt. (lt. Pressemitteilung BMG)
Das bisherige Begutachtungsverfahren befasste sich mit dem Hilfebedarf bei den Alltagsverrichtungen und dem damit verbundenen Zeitaufwand, um die Pflegestufe zu ermitteln.
In dem neuen Verfahren wird die Pflegebedürftigkeit umfassend betrachtet. Hierfür wird der Grad der  Selbständigkeit bei der Durchführung von Aktivitäten oder der Gestaltung von Lebensbereichen ermittelt.
Dadurch fließen körperliche Beeinträchtigungen, kognitive/psychische Einbußen und Verhaltensauffälligkeiten, die einen spezifischen Unterstützungsbedarf nach sich ziehen, gleichermaßen in die Bedarfsermittlung ein. 

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05.06.2009 Am Rande des Burn-Outs: Wenn Pflege krank macht

Laut einer Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse ist fast jeder zweite pflegende Angehörige mit dieser Aufgabe seelisch und körperlich überfordert. Die 24-Stunden-Pflege sorgt neben körperlichen Beschwerden auch für seelische Probleme. Gerade deshalb ist eine Entlastung der Pflegenden dringend nötig.

Marina Mücke, Pflegeexpertin der Techniker Krankenkasse, rät den Pflegenden Angehörigen zu regelmäßigen Pausen und Ruhezeiten. Dieser Rat hört sich gut an, ist aber in der Realität oft schwer umzusetzen.

Ein Anfang der Entlastung ist unserer Meinung nach gesunder Schlaf.

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27.05.2009 Bewertungssystem für Pflegeheime weiter in der Kritik

Frau Christine Haderthauer, bayrische Sozialministerin, findet harte Worte.
Einen Versuch „reiner Volksverdummung“ nennt sie das Bewertungssystem für Pflegeheime.
Die Pflege-Transparenzvereinbarung soll Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen bei der Auswahl des für sie richtigen Pflegeheims unterstützen. Die Veröffentlichung der Berichte der Qualitätsprüfungen in den Pflegeheimen soll die Qualität auf verständliche Weise übersichtlich und vergleichbar machen.
Der Sprecher des GKV- Spitzenverbandes zeigt sich zuversichtlich, die Bewertung werde „nach Jahrzehnten der Intransparenz für Klarheit sorgen und dadurch die Pflegequalität verbessern werden.“
Nach den Tests sei man genauso schlau wie vorher, bewertet der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach das Konzept.
Noten von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ sollen die Testergebnisse wiedergeben.
Experten monieren jedoch, dass Mängel in wesentlichen pflegerischen Bereichen, beispielsweise durch eine hohe Punktzahl für die Dokumentation oder für Erste-Hilfe-Kurse, ausgeglichen werden können. Auf diese Weise werde ein „Mangelhaft“ oder „Ausreichend“ in der Gesamtbewertung eines Pflegeheimes nur selten herauskommen.
Die leitende Ärztin des Medizinischen Dienstes Rheinlandpfalz, Ursula Weibler-Villalbos, spricht von einem Skandal, weil mit diesem Vorgehen die wahren Zustände „geschickt verschleiert werden.“ (Quelle:Spiegel-online)

 


19.05.2009 Die Bedeutung der Bewegung für den Menschen mit Demenz

Im Verlauf der Demenzerkrankung kommt es, neben vielen anderen Veränderungen,  zur Verschlechterung  der Gedächtnisleistung, zu Störungen der Wahrnehmung des eigenen Körpers und zu Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit bis hin zur Bewegungsunfähigkeit.
Für den Betroffenen bedeutet das, seine Umwelt wird ihm zunehmend fremd und er muss sie sich immer wieder aufs Neue bekannt machen, um sie zu verstehen. Gegenstände werden berührt und betastet, um sie zu erkennen und zu erinnern. Räume immer wieder aufs Neue erkundet.
Auch der eigenen Körper wird durch Berührung und Bewegung wahrgenommen und seine Tiefe gespürt.  Dies ist u.a. eine Ursache für die motorische Unruhe Demenzkranker; ein Suchen nach Informationen mit dem unbewussten Ziel die Umwelt zu verstehen und den eigenen Körper wahrzunehmen und zu spüren.
Dadurch kann Sicherheit gegeben und Angst genommen werden.
Dies kann eine Ursache sein, warum Demenz-Kranke unruhig werden und wandern.
Wir beobachten auch bei uns: Bewegung hilft Stress, Unruhe und Angst abzubauen, die Gedanken frei zu bekommen.
Warum sollte es bei Demenzerkrankten anders sein? Nur weil sie das Erfühlte irgendwann nicht mehr rational erfassen können?

Lesen Sie mehr dazu in den Pflegeinfos 8 und 9


12.05.2009 Der Tag der Pflege - Ein Trauertag?

Der heutige "Internationale Tag der Pflege" rückt Alten- und Pflegeheime einmal mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
Unser Institut ist stets bemüht, Pflegefachkräfte mit wertvollen und praxisbezogenen Informationen für ihre tägliche Arbeit zu unterstützen. Aus diesem Grund bieten wir seit einiger Zeit Informationsveranstaltungen für Pflegeheime und Selbsthilfegruppen an. Die Informationsveranstaltungen stehen unter dem Motto "Der gesunde Schlaf des Pflegebedürftigen als Quelle der Erholung für die Pflegenden". Darin erfahren Sie, warum der Schlaf besonders für Demenzkranke extrem wichtig ist und wie Bewegung die Schlafgewohnheiten der Patienten deutlich verbessert.
Falls Sie Interesse an einer Informationsveranstaltung in Ihrem Hause haben, schreiben Sie uns.
Damit aus dem Tag der Pflege kein Trauertag wird.


04.05.2009 „Dekubitusversorgung nicht selten defizitär“

Die individuelle, am Bedarf orientierte Dekubitusversorgung von Pflegebedürftigen ist oft immer noch mangelhaft. Dies stellte IGAP nicht nur durch eine eigene Umfrage fest, sondern wurde auch, durch Dipl. Ing. Norbert Kamps, anlässlich der Pressekonferenz der ddl (Deutsche Dekubitusliga e.V.) in Berlin noch einmal verdeutlicht. Norbert Kamps, Mitarbeiter des MDS mit dem Fachgebiet Hilfsmittel und Hilfsmittelversorgung sowie Mitglied der ddl, führte für seine Kritik mehrere Punkte an.
Er kritisierte, dass durch mangelnde Kenntnis über die erforderlichen Maßnahmen sowie der  Hilfsmittel und deren Eigenschaften oft eine falsche oder unwirksame Versorgung erfolge. Mangelnde Kenntnis sei hier durchaus bei allen an der Versorgung Beteiligten, wie Ärzten, Kostenträgern sowie Leistungserbringern aus Technik und aus Pflege, zu finden.
Falsche Vertragliche Regelungen verhinderten eine individuelle Versorgung. Hier liege die Ursache auch oft in der Unkenntnis der Vertragspartner (Krankenkassen und Leistungserbringer).
Patienten würden durch falsche Hilfsmittelwahl immobilisiert und ihre Lagerung vernachlässigt.
Die immer noch nach Dekubitusgraden erfolgende Wahl des Hilfsmittels sorge für massive Falschversorgungen.
Die Reduzierung der Wirkung von Hilfsmitteln auf ihre technischen Parameter und die Missachtung der klinischen Erkenntnisse führe zu einer Situation, in der nur der Preis über die Wahl des Hilfsmittels entscheidet. Die bei Tests ermittelten Parameter würden mit Dekubitusgraden verknüpft und speziellen Indikationsbereichen zugeordnet. Auch als Wirksamkeitsnachweis würden sie angeführt. Wirksamkeitsnachweise sowie Indikationsbereiche eines Dekubitushilfsmittels könnten aber nur mittels klinischer Studien ermittelt werden. Diese Studien liegen, so Kamps, jedoch nicht vor.
Herr Kamps bezog sich in seinem Vortrag auf eine von ihm verfasste Broschüre zur Dekubitusversorgung, die gemeinsam vom MDS und BVMed aufgelegt wurde.

Obwohl der Expertenstandard für Dekubitusprophylaxe in der Pflege, seit seinem Erscheinen, vielerorts ein Umdenken und eine Verbesserung der Versorgung bewirkt hat, besteht immer noch ein großer Mangel an Informiertheit. Um diesem Mangel zu begegnen bietet IGAP seit Jahren Schulungen zu den Themen Dekubitusprophylaxe und Versorgung an. Mit der Internetseite und Broschüre „Dekubitus – Ein drückendes Problem“ sowie den Pflegeinfos, die sich z.B. mit Mikrolagerung, Bewegungsförderung oder dem Einsatz von MiS Micro-Stimulation befassen, sind Informationsquellen entstanden, die oft und gerne angefordert werden.
Trotzdem scheint der Weg zu einer optimalen Versorgung noch weit zu sein, da er nur auf Basis eines guten Wissensstandes aller beteiligten Berufsgruppen gegangen werden kann.


29.04.2009 Bewegung ist Leben

Bewegung ist Leben“ betont Dr. Friedhelm J. Baisch am 22.04.2009 auf der Pressekonferenz  der Deutschen Dekubitusliga (www.deutsche-dekubitusliga.de) anlässlich der Vorstellung des fertig gestellten Leitfadens „Ambulante Versorgung von Patienten mit Dekubitus“.
„Der Mensch muss als Landlebewesen mit den Gegebenheiten der Schwerkraft zurecht kommen“, erläutert der Mediziner und Diplomingenieur „und natürlich mit dem damit verbundenen Einwirken von Druck auf belastete Körperregionen.“ Sicherlich sei dieser Druck die Ursache für die Entstehung eines Dekubitus, allerdings habe der Mensch seit Jahrmillionen mit dem Einfluss der Schwerkraft und der damit verbundenen Druckeinwirkung umzugehen gelernt. Vom Gesunden unbewusst - auch im Schlaf -   durchgeführte regelmäßige Bewegungen im Sitzen, Stehen und Liegen, schützen das belastete Gewebe vor Versorgungsdefiziten und der damit verbundenen Schädigung. Bleiben diese Bewegungen aus und damit die zeit- und zielgerichtete Gewichtskraftverlagerung, dann stehe Zelluntergang an, erklärt Dr. Baisch weiter.
Heutzutage eingesetzte Hilfsmittel versuchen den durch die Gewichtskraft entwickelten Druck zu verringern: beim Weichlagerungsprinzip durch Vergrößerung der Fläche und beim Wechseldruckprinzip durch intermittierende Freilagerung. Dr. Baisch macht, durch ein Schaubild auf dem eine große Kugel tief in eine Matratze eingesunken ist, anschaulich, wie Weichheit die Bewegung einschränkt. „Wenn durch Weichlagerung die Mobilität eingeschränkt wird, bedeutet das auch immer eine Erhöhung des Risikos, ein Dekubitalulkus zu bekommen“.
Der Ausfall an Bewegungen müsse durch die Pflege in Form von regelmäßigen Lageveränderungen wettgemacht werden. So werde Dekubitusbehandlung zur Personalfrage und der Pflegenotstand zum Versorgungsdefizit im Gesundheitswesen.
„Bewegung ist lebensnotwendig, ist eine Vitaleigenschaft: Bewegung ist Leben“, wiederholt Dr. Baisch, dem das Thema am Herzen liegt.


28.04.2009 IGAP-Umfrage bringt große Mißstände in Pflegeheimen an den Tag

IGAP-Umfrage bringt große Mißstände in Pflegeheimen an den Tag50% aller Pflegekräfte setzen beim Thema Dekubitus nach wie vor auf Wechseldruck-Luftmatratzen. Dies ergab unsere Befragung von knapp 400 Pflegefachkräften. Auch wenn dieses Ergebnis nicht überraschend ist, verdeutlicht es doch die Problematik, in der sich viele Pflegeheime befinden: Die fatalen Nebenwirkungen von Wechseldruck-Luftmatratzen (Immobilität, Verlust von Weichheit, Konfort und Bettklima) sind so alt wie das System selbst. Dennoch reagieren viele Pflegeheime nur sehr zögerlich, um diesen Mißstand zu beheben. 32% der Befragten setzen hauptsächlich Weichliege-Systeme ein. Eine weitere veraltete Technik, die dem Pflegebedürftigen jegliche Körperwahrnehmung und Orientierung nimmt. Für uns ist dies ein Indiz, dass viele Pflegeheime das Thema Liegen und Schlafen der Patienten noch nicht ernst nehmen. Das Ergebnis der Umfrage ist für uns unverständlich, denn der Expertenstandard beschreibt wesentlich modernere Techniken in der Dekubitus-Prophylaxe und Therapie.

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10.04.2009 Mangelnde Auslastung und ein Überangebot an Pflegeheimen

Nürnberg:
„In manchen Regionen Deutschland gibt es - hervorgerufen durch einen regelrechten Immobilienboom - eine mittlere Überkapazität im Heimbereich“ so der KDA-Geschäftsführer Dr. Peter Michell-Auli.  20 Prozent Überkapazität in manchen Regionen Niedersachsens und ein Rückgang der Auslastung auf unter 70 Prozent in manchen Landkreisen, wodurch sich die Insolvenzgefahr erhöhe. In Bayern werde kein Pflegeheimbau mehr gefördert, weil der Bedarf gedeckt sei, so berichtet er. „Wir haben in letzter Zeit regelmäßig Hilferufe von Kommunen erhalten, wie sie Bauvorhaben von Investoren verhindern könnten, da diese am Bedarf vor Ort vorbei gehen“, berichtet Michell-Auli weiter.
Ein weiteres Problem vor dem die Kommunen stehen, ist die Finanzierung der vollstationären Dauerpflege.
Ein immer größerer Teil der Kosten für die vollstationäre Dauerpflege, werde künftig von den Kommunen als örtlicher Sozialhilfeträger übernommen werden müssen. Der Grund ist, dass viele Heimbewohnerinnen und –bewohner,  aufgrund gestiegener Eigenanteile bei den Pflegesätzen, zukünftig mehr auf Sozialhilfe angewiesen sein werden. 
Vor diesem Hintergrund stellte das Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) am 25. März 2009 im Rahmen einer Pressekonferenz ein Eckpunktepapier für die Neuausrichtung kommunaler Altenhilfeplanung vor. (Quelle: kda.de)

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07.04.2009 Presseeinladung

Unter dem Motto „Effiziente ambulante Versorgung von Patienten mit Dekubitus ist möglich“, stellt die Deutsche Dekubitus Liga e.V. am 22.April den ersten Teil eines umfangreichen,  modular aufgebauten Leitfadens vor.
Die in diesem Leitfaden erfassten Themen erstrecken sich von der gesellschaftlichen Problematik eines Dekubitus, über Grundlagen aus Forschung und Praxis, z.B. Ursache und Entstehung bis hin zum Leistungsrecht der GKV. Auch an Pflegeheime und Kliniken richten sich die Informationen rund um die Hilfsmittelversorgung.
Die Deutsche Dekubitus Liga e.V. ist ein interdisziplinärerer Zusammenschluss von Praktikern und Wissenschaftlern, die durch die Zusammenführung der Erkenntnisse der unterschiedlichen Fachdisziplinen, die Versorgung der Dekubitus-Betroffenen verbessern wollen. 

Termin:                 22.April 2009
                             14:00 Uhr

Ort:                       GSG-Höfe, Helmhotzstraße 2 -9, 10587 Berlin

Anmeldung und weitere Informationen unter:

www.deutsche-dekubitusliga.de

 


27.03.2009 Leuchtturmprojekt Demenz

Berlin-
Den Bedürfnissen und Ansprüchen älterer, hilfs- oder pflegebedürftiger Menschen kommen Angebote alternativer Wohnformen oft entgegen.
Jetzt liefert eine neue Untersuchung umfangreiche Daten über Wohngemeinschaften für dementiell erkrankte Menschen. Die Ergebnisse bieten Betroffenen, Angehörigen und Leistungsanbietern neue und wichtige Informationen zu Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Versorgungsformen. 

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25.03.2009 Unzufrieden mit der ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen

 "Ein Allgemeinmediziner mit geriatrischer Ausbildung gehört in jede Einrichtung"


Berlin-

Bei der AOK-Diskussionsveranstaltung „Leben im Alter – Perspektiven in der Pflege“ am 18. März 2009 machte Ulla Schmidt ihren Standpunkt deutlich.
Gemäß Pflegeweiterentwicklungs-Gesetz können Heime mit Vertragsärzten fest zusammen arbeiten. Ist es ihnen nicht möglich, einen Vertragsarzt für eine Kooperation zu gewinnen, so dürfen sie selbst einen Arzt anstellen.
Die Gesundheitsministerin hätte eine ganz klare Regelung bevorzugt, die Heime berechtigt Ärzte einzustellen. "Ich würde mir wünschen, dass die Heime schneller reagieren", so die Ministerin. Die Heime sollten nach ihren Vorstellungen einen Arzt anstellen, wenn Niedergelassene die Besuche der Heimpatienten nicht wahrnehmen. (Quelle: Ärzte Zeitung.de)

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24.03.2009 Neuer Buchtipp online

Seit heute finden Sie einen neuen Buchtipp: Bewegtes „Lagern“

Den Artikel können Sie hier lesen.


23.03.2009 Neuer Beitrag zum Thema Schulnotenvergabe bei Altenheimen

Ab heute finden Sie auf unserer Webseite einen Artikel zum Thema Notenvergabe für die Pflegeheime.

Den Artikel können Sie hier lesen


17.03.2009 Ulla Schmidt verlangt Nachbesserung für Notenvergabe bei Pflegeheimen.

Berlin-  „Undurchsichtig und unzureichend“ nennt die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt das geplante Notensystem für Pflegeheime.

In der, im November 2008 festgelegten, Bewertungssystematik, werden insgesamt 82 Einzelkriterien in 5 Qualitätsbereichen überprüft. Aus den Bewertungen der Einzelkriterien wird anschließend die Gesamtnote errechnet, die dann im Pflegeheim aufgehängt und im Internet veröffentlicht wird.
Dieses Vorgehen in der Berechnung könnte bedeuten, dass eine schlechte Bewertung der Pflege mit einer guten Bewertung von Wohnen und Verpflegung ausgeglichen wird.
«Die Menschen müssen schlechte Pflege-Noten klar erkennen können. Eine mildere Gesamtnote darf das nicht übertünchen», sagte Schmidt gegenüber «bild.de».
Die Pflegekassen, der Medizinische Dienst (MDS) und die Pflegeheim-Betreiber hatten bisher geplant, die 10.400 Heime in Deutschland jährlich, nach diesem, von ihnen entwickelten Bewertungskonzept, zu überprüfen.
Über Verbesserungen sei man bereits mit den Heimbetreibern und den Pflegekassen im Gespräch, so Schmidt.

 


10.03.2009 „Die Schwester der Pfleger“ 03.2009

 

Dem Patienten „auf die Beine helfen“.


Teil 2 der Artikelreihe zum Thema „Bewegungsunterstützung“ zeigt eindrucksvoll auf, wie ungeeignete Hilfsmittel den pflegerischen Bemühungen, dem Patienten wieder „auf die Beine“ zu helfen und Bewegungseinschränkungen zu vermeiden, entgegen wirken.
Der Autor führt anhand von Beispielen an, wie Hilfsmittel eher hinderlich als nützlich sein können. (z.B. der Bettgalgen, der eher dem Muskeltraining als der Aufrichtung im Bett dient).
Die Kombination von basaler Stimulation, Kinästhetik und den dazu passenden Hilfsmitteln kann die Eigenaktivität erhalten und zurückgeben und damit die Bewegung unterstützen.

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20.02.2009 „Die Schwester der Pfleger“ 02/09


`Patienten nicht „hängen lassen“`

ist der Titel des ersten Teils einer zweiteiligen Artikelreihe zum Thema "Bewegungsunterstützung".
Der Artikel befasst sich eingehend mit der Problematik der zunehmenden Immobilität durch veraltete „Hebe- und Tragetechniken“.
Viele Pflegebedürftige erwarten von den Fachkräften und den so genannte Mobilitätshilfen Unterstützung beim „wieder auf die Beine kommen“. Unphysiologisches Heben und der Einsatz von Liftern und Aufstehhilfen hat jedoch ein Verlernen der physiologischen, eigenaktiven Nutzung der Beine zur Folge. Der Autor weist auf Faktoren hin, die Bettlägerigkeit fördern und Bewegungsfähigkeit mindern können.  

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20.02.2009 „Die Schwester der Pfleger“ 02/09

`Therapeutisch aktivierende Pflege`


Im März 2008 wurde durch die BIKA® (Bobath Initiative für Kranken- und Altenpflege e.V.) eine Definition zur therapeutisch aktivierenden Pflege verabschiedet. Diese Definition bringt Klarheit in die Bedeutung dieses Begriffes und dient der Konkretisierung und inhaltlichen Darstellung.
Lt. Definition geht es bei der therapeutischen Pflege um Unterstützung und Wiedererlernen von Bewegung. Die therapeutische Pflege soll nicht nur passiv stattfinden, sondern auch durch, für den zu Pflegenden nachvollziehbar und erfahrbar gemachte Bewegungen, aktiv gestaltet werden.

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18. - 19.02.2009 CareFair Congress 2009 in Hamburg (CCH)

2134 Kongressteilnehmer auf CareFair Congress (CFC)2009

Am 18. und 19.02.2009 wurden den Kongressteilnehmern unter dem Dach des CFC 2009 fünf Fachkongresse geboten.
Zu den Themen Demenz, Wundmanagement,  Palliativversorgung, Pflegemanagement und Recht wurde 186 frei wählbaren Fachveranstaltungen und über 200 Fachbeiträge geboten.
Die angegliederte Fachmesse konnte kostenfrei besucht werden und verzeichnete ca. 3000 Besucher.
Der CFC 2010 befindet sich bereits in Vorbereitung.

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02.02.2009 Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff

`Minutenpflege` bald Vergangenheit?

Berlin. 
Der im November 2006 beauftragte „Beirat zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs“ stellte am 29.01.2009 der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt seinen Bericht vor.
Die Ministerin begrüßte den vom Beirat beschlossenen Bericht, durch den der tatsächliche Hilfebedarf des Einzelnen besser abgebildet werde. „Die oft kritisierte `Minutenpflege` muss der Vergangenheit angehören“, so Schmidt. Das neue Konzept befasst sich mit dem Maß der Einschränkung in der selbständigen Lebensführung. Es werden demnach Menschen mit körperlichen wie auch kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen erfasst und ihre Pflegebedürftigkeit umfassend berücksichtigt. In der Durchführung bedeutet dies auch für die Betreuung von Dementen eine angemessene Berücksichtigung der Pflegedürftigkeit.

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17.06.2008 „Leuchtturm Demenz“ – Begleitung Demenzkranker im klinischen Alltag


In der Versorgung Demenzkranker wird im St. Franziskus-Hospital Münster mit einem auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Behandlungskonzept gearbeitet.
Dementiell erkrankte Patienten der Unfallchirurgie werden, vom Tag ihrer Aufnahme bis zu ihrer Entlassung, von ausgebildeten Altenpflegkräften begleitet und betreut. Ihre Versorgung im Krankenhaus und anschließend im häuslichen Bereich wird ihren Bedürfnissen entsprechend geplant und organisiert. Ziel ist es, eine Verschlechterung ihrer Demenzerkrankung zu vermeiden und eine optimale Rehabilitation zu gewährleisten.

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13.06.2008 Schulungs-Präsentation "Dekubitus" ab sofort erhältlich!

Das Thema "Dekubitus" ist nach wie vor ein Kernthema der Pflege und die immensen Kosten einer Dekubitus-Therapie sprechen eine deutliche Sprache.

Mit unserer pdf-Schulungspräsentation zum Themenbereich "Dekubitus" wollen wir Ihnen - den Fachkräften aus der pflegerischen Praxis - Unterlagen in die Hand geben, die Sie gezielt zur Mitarbeiterschulung einsetzen können.

Die Präsentation wurde komplett überarbeitet. >>mehr lesen


12.06.2008 Neuer IGAP-Artikel online: Hilfsmittelverzeichnis und Richtlinien zur Verordnung am Beispiel der PG11

Der Umgang mit dem Hilfsmittelverzeichnis und der ärztlichen Verordnung von Hilfsmitteln ist heute für Pflegende im ambulanten Dienst und in Pflegeeinrichtungen alltäglich. Trotzdem stellen wir anhand der bei uns eingehenden Anfragen fest, dass Unsicherheiten und Wissenslücken vorhanden sind. >>mehr lesen


16.05.2008 IGAP-Scale steht zum Download bereit

Auf vielfachen Wunsch stellen wir Ihnen ab sofort unsere IGAP-Scale zum Download bereit.

Die IGAP-Scale ist ein Erhebungsbogen für:

  • Dekubituspatienten
  • Dekubitusrisikopatienten
  • Schmerzpatienten

Sie finden die IGAP-Scale als pdf Dokument im Download-Bereich.


April 2008 Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden

Der neue Expertenstandard des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) ist als Sonderdruck mit Literaturanalyse einschließlich Kommentierung veröffentlicht und kann beim DNQP für 19,50 € (inkl. MwSt. und Versandkosten) bestellt werden.


Weitere Infos: www.dnqp.de

 


01.04.2008 Neue IGAP-Website online!

Herzlich willkommen auf unserer neuen Webseite!

Wir haben die vergangenen Wochen und Monate genutzt um die Inhalte neu zu sortieren und zu aktualisieren.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.


März 2008 Fundstück

MDK-Diktate nicht akzeptabel
Hart ins Gericht ging Dr. Andreas Zemke von der Arbeitsgemeinschaft Berliner Orthopäden mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen.
Es sei nicht akzeptabel, wenn er mit 18-jähriger Berufserfahrung
eine zehnstellige Hilfsmittelverordnung vornehme und der MDK auf ein billigeres Produkt umversorge.
An alle beteiligten Stellen appellierte er auch, den Ärzten bessere Informationen zum Hilfsmittelverzeichnis zur Verfügung zu stellen.
Quelle: MTD-Instant, 12.Woche / 2008


März 2008 Hilfsmittelversorgung nach Preisaspekt

Am 01.04.2007 trat das GKV-WSG (Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs
in der gesetzlichen Krankenversicherung) in Kraft, in dessen Folge die GKV gehalten sind die Versorgung der Versicherten, auf Basis des § 127, mittels Ausschreibungen zu gestalten.


§ 127
(1) Soweit dies zur Gewährleistung einer wirtschaftlichen
und in der Qualität gesicherten Versorgung zweckmäßig ist, sollen die Krankenkassen,
… im Wege der Ausschreibung Verträge mit Leistungserbringern oder zu diesem Zweck gebildeten Zusammenschlüssen der Leistungserbringer über die Lieferung einer bestimmten Menge von Hilfsmitteln, die Durchführung einer bestimmten Anzahl von Versorgungen oder die Versorgung für einen bestimmten Zeitraum schließen. Dabei haben sie die Qualität der Hilfsmittel sowie die notwendige Beratung der Versicherten und sonstige erforderliche Dienstleistungen sicherzustellen und für eine wohnortnahe Versorgung der Versicherten zu sorgen. Die im Hilfsmittelverzeichnis nach § 139 festgelegten Anforderungen an die Qualität der Versorgung und der Produkte sind zu beachten. …


Ausschreibungen erfolgten z.B. für Inkontinenzartikel, Elektrostimulationsgeräte, Systeme zur Schlafapnoebehandlung und Gehhilfen.
Die AOK-Hessen schrieb im Januar 2008 die Versorgung mit Hilfsmitteln zur Dekubitusprophylaxe und Therapie bis Dekubitus Stadium 3 aus, in der der Preis das einzige Zuschlagskriterium war. (Der Zuschlag ist bisher noch nicht erteilt. Wir werden zu gegebenen Zeitpunkt berichten)
Es ist abzuwarten, ob unter diesen Voraussetzungen die Qualitätskriterien, die an eine
individuelle Versorgung zu stellen sind und die in der Neustrukturierung der PG 11 des Hilfsmittelverzeichnisses festgeschrieben wurden, zu halten sind.
Die betroffenen Pflegebedürftigen werden die Ersten sein, die dies beurteilen können.

GKV-WSG: www.die-gesundheitsreform.de/gesetze_meilensteine/gesetze/pdf/gkv-wsg-bgbi.pdf


22. - 23.02.2008 Dementia Fair Congress 2008

Der Dementia Fair Congress 2008 fand vom 22. bis zum 23. Februar im Congress Centrum Leipzig statt.

Ein umfangreiches Fortbildungsprogramm mit über 150 Fachbeiträgen von 190 renommierten Referenten aus dem In- und Ausland erwartete 1.170 interessierte Fachbesucher. Damit ist der DFC 2008 Europas größtes Forum rund um das Themenfeld Demenz. Der interdisziplinäre Kongress unter der Leitung von Professor Hagen Sandholzer, Uniklinik Leipzig, präsentierte sich mit  Vorträgen aus dem Bereich Medizin, Pflege, Wissenschaft, Ethik sowie Politik.
Das Anliegen der Veranstaltung, ein breiter Erfahrungsaustausch im Themenfeld Demenz über die Grenzen der Berufsfelder hinweg, stärkte Dr.Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum zweiten Mal durch ihre Schirmherrschaft.
Ziel ist es den Pflegenden und Angehörigen das Wissen und Verständnis über die Besonderheiten demenzieller Erkrankungen zu vermitteln und darauf aufbauend den Menschen mit Demenz mehr Möglichkeiten zu geben ihre Wünsche und Bedürfnisse in ihre Lebensgestaltung einzubringen. Was für früh Diagnostizierte und Früherkrankte von besonders großer Bedeutung ist.
Im Zuge der Steigenden Lebenserwartung nimmt auch die Zahl der dementiel erkrankten Menschen zu. Waren es im Jahr 1995 noch 860.000 betroffene Menschen, so sind heute etwa 1 Millionen Menschen an Demenz erkrankt.
Demenz wird demnach weiterhin ein Thema sein, das Menschen bewegt und viele zu beantwortende Fragen aufwirft, die zu beantworten die Referenten und Besucher angetreten waren.