Das Benotungssystem für Pflegeheime ist in den vergangenen Monaten arg in die Kritik gekommen. Nun lenken die Pflegekassen ein bei dem Wunsch einer Nachbesserung. Laut einer Erklärung der Kranken- und Pflegekassenverbände soll zunächst das Bewertungssystem von einer unabhängigen Stelle "wissenschaftlich fundiert und ergebnisoffen" überprüft werden. Besonders die Gewichtung der Kriterien steht im Blickpunkt. Nach der Erklärung sollen in zukunft"wichtige pflegerische Aspekte" stärker in der Gesamtnote gewichtet werden als ein "gut lesbarer Speiseplan". Derzeit werden Pflegeheime vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen nach feststehenden Kriterien geprüft und erhalten eine Schlunote zwischen "sehr gut" (1,0) und "mangelhaft" (5,0). Die insgesamt 82 Kriterien gliedern sich in vier Gruppen.
Diganose Demenz: Für die meisten Angehörigen beginnt damit eine Zeit der Ungewissheit und Unsicherheit. Wie geht man richtig mit dem erkrankten Angehörigen um? Was ist hilfreich und was nicht? Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) hat nun eine DVD-Box für Angehörige zusammengestellt. Die Box umfasst den Spielfilm "Eines Tages..." sowie 12 Themenfilme mit den Erfahrungen von Ärzten, Pflegekräften, Experten udn Angehöriogen. In Spielfilmszenen zeigen die Filme Lösungsansätze für typische Konflikte, die beim Umgang mit Demenzkranken entstehen. Die DVD Box ist zum Einführungspreis von 19.90 EUR erhältlich auf der Webseite des KDA.
Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) bearbeitet zur Zeit den Expertenstandard "Dekubitusprophylaxe in der Pflege". Bis zum 20.08.2010 ist die vorläufige Fassung mit Kommentaren zu den Neuerungen auf der Website des DNQP zu finden. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Fachöffentlichkeit in die Diskussion mit einzubinden.
Die Transparenzberichte der gesetzlichen Krankenkassen über die Leistungen und Qualität von Pflegeheimen sind nicht verfassungswidrig und dürfen von den Kassen im Internet veröffentlicht werden. Dies entschied jetzt das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG NRW) in einem Grundsatzbeschluss des vorläufigen Rechtschutzes auf Antrag eines Pflegeheims in Bochum.
„Eines Tages …“ Film-Premiere in Essen
Die überarbeitete Dekubitusbroschüre ist jetzt wieder erhältlich!
Die Informationsschrift „Dekubitus – Ein drückendes Problem“ erscheint im zwölften Jahr und fand, mit bisher über 230.000 herausgegebenen Exemplaren, ihren Weg in viele Hände.
Zu viele Psychopharmaka für pflegebedürftige Menschen mit Demenz. Eine gerade abgeschlossene Studie des Instituts für Allgemeinmedizin und Familienmedizin und des Instituts für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke, in Wittener und Dortmunder Pflegeheimen, zeigte eine Versorgung der 160 Bewohner mit durchschnittlich sechs Medikamenten. Ein zehntel der Bewohner nehme sogar mehr als zehn Medikamente, so berichtet Dr. Stefan Wilm, Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin und Familienmedizin an der Universität Witten/Herdecke. 80 bis 90 jährige bekommen in Deutschland die meisten Medikamente verschrieben. Mit der Einnahme mehrerer Medikamente steige auch das Risiko der Wechselwirkungen. Mehr als fünf Medikamente solle kein älterer Mensch einnehmen, so sei die gültige Lehrmeinung. Gerade in Pflegeheimen sehr der Griff zur Pille verbreitet, erklärt Wilm: "Drei Viertel der Bewohner, die wir in unserer Studie erfasst haben, wurden mit Psychopharmaka geradezu ruhig gestellt.“ Dies sei durchaus repräsentativ für den Umgang mit Demenz-Patienten. Ein zehntel der Bewohner bekamen sogar mehr als drei Psychopharmaka gleichzeitig verabreicht. Besonders fleißig verschreiben laut der Studie Psychiater und Neurologen - sie übertreffen die Hausärzte um das Doppelte bis Vierfache bezogen auf Menge und Dosierung. "Die Mittel wirken im Gehirn gegen die bei Demenzpatienten oft auftretende Aggression und Unruhe. Insofern haben sie in manchen Fällen ihre Berechtigung. Studien haben aber gezeigt, dass diese Patienten auch früher versterben. Da muss man doch einen Mittelweg finden, wie man die Verschreibungen verringern kann." (Quelle: uni-wh.de)
Seit Sommer 2009 werden die Pflegeheime anhand der Pflegetransparenzvereinbarung kontrolliert. Die Kritiken an den Transparenzkriterien werden nicht erst seit ihrer Umsetzung laut und reißen bis heute, vier Monate nach dem Beginn der Veröffentlichung der Ergebnisse, nicht ab. MDK und GKV-Spitzenverband forderten im Februar vehement kurzfristige Änderungen, die bis Ende 2010 umgesetzt werden sollten. Pressemitteilung des Bundesrats
In Pflegeeinrichtungen gehört ein Pflegebett zur Grundausstattung eines Zimmers.
Je schiefer sich ein Patient ins Bett legt, desto ausgeprägter könnte das Maß seiner kognitiven Beeinträchtigung sein.
Diese Entdeckung machten kürzlich Wissenschafter der Universität Leipzig und der Universität Würzburg im Rahmen einer Studie.
Die Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher, Hirnliga e.V., macht seit ihrer Gründung im Jahr 1986 auf die Zunahme der Alzheimererkrankungen aufmerksam.
Neues Diagnostikverfahren ermöglicht Demenz-Früherkennung.
Prof. Dr. Teipel von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum Rostock, will gestützt auf diese Technologie, die Demenz-Früherkennung in Rostock weiter ausbauen und sucht daher Patienten, die sich am Klinikum untersuchen lassen wollen. "Wir suchen Menschen ab 65 Jahre, die unter leichter Vergesslichkeit oder ähnlichen Symptomen leiden und gern an unserer Studie teilnehmen möchten", so Professor Teipel. Dazu gehört die Bereitschaft zu einem ausführlichen Arztgespräch und einer Untersuchung mit dem MRT.
Einer Pressenmitteilung der Verbände der Pflegekassen zu Folge, werden seit dem 01. Februar 2010 neben den Pflegenoten der einzelnen Einrichtungen auch die die ersten Landesdurchschnittsnoten für Pflegeheime veröffentlicht.
Zunehmend Leerstände in den stationären Alten- und Pflegeheimen zu verzeichnen.
Dies macht eine Umfrage des Fachdienstes „Seniorenangelegenheiten und Betreuungsstelle” unter allen stationären Alten- und Pflegeheimen des Kreises Recklinghausen deutlich. Der Kreisdirektor Roland Butz bestätigte dies als eine landesweit zu beobachtende Entwicklung. Gut ein Drittel der Heime sei im Dezember voll belegt gewesen. Während die Auslastungsquote Ende 2008 durchschnittlich bei 96,09 Prozent lag, lag sie Mitte 2009 bei 95,54% und zum Jahresende nur noch bei 94,81%. Ende 2009 standen im Kreis Recklinghausen 335 Betten leer. Lange Wartezeiten gibt es nur noch ganz vereinzelt, vielmehr steigt mit immer größer werdendem Platzangebot auch der Druck auf die Heimträger, sich der Konkurrenz auf dem Pflegemarkt stellen zu müssen. Alternative Wohnformen wie zum Beispiel das Betreute Wohnen, Pflegewohngemeinschaften etc. und ein immer breiteres Spektrum ambulanter Hilfeangebote sind für die Senioren je nach Hilfebedarf oft attraktiver. Eine Entwicklung, die der Gesetzgeber so gewollt hat. Mit der Änderung des Landespflegegesetzes wurde in NRW die Pflegebedarfsplanung aufgegeben. Bauvorhaben, über den Bedarf hinaus, können seitdem nicht mehr vom Kreis oder dem Kommunen verhindert werden. Die Tatsache, dass jeder interessierte Investor ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Bedarf die Möglichkeit hat, Seniorenheime zu errichten, sieht der Kreis kritisch. Dort setzt man auf eine möglichst lange ambulante Versorgung der Senioren in ihrer häuslichen Umgebung. Dies entspreche dem Wunsch fast aller Menschen und entlaste zusätzlich den Haushalt des Sozialhilfeträgers. Zwei neue Einrichtungen mit weiteren 120 Plätzen kommen 2010 zu dem bisherigen Überschuss noch hinzu, und für die nächsten Jahre liegen bereits konkrete Bauvorhaben vor.
Das Münsteraner Sozialgericht gab am 18.01.2010 dem Eilantrag eines Münsteraner Heimes statt, in dem die Veröffentlichung der Pflege- oder Transparenznoten im Internet gegen den Willen des Heimes untersagt wurde.
Im Gegensatz dazu ist ein Pflegeheim in Unna vor dem Sozialgericht Dortmund mit einem ähnlichen Antrag gescheitert. Der Landesverband der Betriebskrankenkassen Nordrhein-Westfalen darf die Noten des Heimes nun auf seinen Internetseiten veröffentlichen.
In seiner aktuellsten Veröffentlichung befasst sich der Medizinische Dienst des Spitzenverband Bund der Krankenkassen (MDS) mit dem Thema Demenz und unterstützt damit die Ihnen, nach § 112 SGB XI Abs. 3, übertragenen Beratungsfunktion gegenüber den Pflegediensten.
Klage der Trägerverbände der Pflegeeinrichtungen
Einer Pressemitteilung zur Folge, wurde durch die Trägerverbände der Pflegeeinrichtungen Klage gegen die Gültigkeit der Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR) eingereicht, auf deren Grundlage die Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) in Pflegediensten und Pflegeheimen durchgeführt werden.
Wichtige Änderungen in 2010! Bei der Gestaltung des Pflegeweiterentwicklungsgesetztes wurde für die Höhe des Pflegegeldes eine Staffelung vereinbart, die ab dem 01.01.2010 erstmals zum tragen kommt. Für Versicherte mit Leistungsanspruch bedeutet dies, die Beträge für selbstbeschaffte Pflegehilfen erhöhen sich
Für die häusliche und teilstationäre Pflege erhöhen sich die Beträge
Die Beträge zur Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege erhöhen sich von bisher 1.470 Euro auf 1.510 Euro. Siehe: SGB XI § 37, SGB XI § 41, SGB XI § 42
Als mögliche Alternative für ein Altenheim, hat das Konzept einer Wohn- oder Hausgemeinschaft mancherorts bereits Umsetzung gefunden. In den Wohngemeinschaften ist für die alltägliche hauswirtschaftliche, pflegerische und evtl. psychosoziale Unterstützung gesorgt. Das Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) und die Konkret Consult Ruhr GmbH (KCR) haben ein Projekt ins Leben gerufen, in dem sich 18 Haus- und Wohngemeinschaften zusammengefunden haben, in welchen überwiegend oder ausschließlich Menschen mit Demenz leben. Ziel ist, durch den Austausch von Erfahrungen, Kenntnissen und Problemlösungsansätzen voneinander zu lernen und so die Qualität der Begleitung von Menschen mit Demenz weiterzuentwickeln. Aus den Ergebnissen sollen Beispiele für erfolgreiche und praxisnahe Lösungen erarbeitet werden, die auch anderen Einrichtungen zu gute kommen sollen und sie motivieren können in ähnliche Qualitätsentwicklungsprozesse einzusteigen. Das Projekt läuft bereits seit dem Jahr 2008 und wird noch bis in das Jahr 2010 durchgeführt.
Überall auf der Welt bleibt die Familie der Eckpfeiler der Versorgung von alten Menschen, die ihre Kompetenz für eine selbständige Lebensführung verloren haben, so ist es im Welt Alzheimer Bericht 2009 zu lesen. In vielen Industrieländern - viele mit umfassendem Gesundheits- und Sozialsystem - werden die Rolle der Familien und ihr Bedarf an Unterstützung übersehen. In den einbezogenen Studien und in nahezu allen settings wird die Betreuung hauptsächlich von Frauen übernommen. In West Europa liegt die Erkrankungsrate bei den über 60 Jährigen bei 7,2%. Die Wissenschaftler haben für 2010, in West Europa, 6,98 Mio. Betroffene über 60 Jahren ermittelt und rechnen bis 2050 mit einer Zunahme von 93%. Dass, angesichts der demographischen Entwicklung, die Familien dann noch die Hauptlast in der Betreuung tragen können ist fraglich. "Uns steht eine Notsituation bevor", sagte Daisy Acosta, Leiterin der Forschungsgruppe Alzheimer's Disease International (ADI). Sie fordert, die Regierungen und die Weltgesundheitsorganisation WHO sollten der Erforschung der Demenz ebenso wie den vorbeugenden Maßnahmen deshalb höchste Priorität beimessen.
Bessere und zielgerichtete Hilfsmittelversorgung im Dekubitusmanagement
"Individuelle, den Bedürfnissen des Betroffenen und den prioritären Pflege- und Therapiezielen entsprechende Versorgung mit Hilfsmitteln gegen Dekubitus." Dies ist der Anspruch, den der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege an die prophylaktischen Maßnahmen stellt. Mit den neuen Erhebungsbögen, des Dekubitus-Forums des BVMed zur Hilfsmittelversorgung bei Dekubitus, sind genau diese Ansprüche berücksichtigt. Erstmals werden hier pflege- und therapierelevante Ziele formuliert und bei der Auswahl des Hilfsmittels berücksichtigt. Darüber hinaus ist eine Zielüberprüfung nach vier Wochen vorgesehen. Stellt sich dann eine nicht bedürfnisgerechte Versorgung heraus, kann auf Basis der ermittelten Daten eine gezielte Umversorgung vorgenommen werden. Die Erhebungsbögen des Dekubitus-Forums können jetzt auch von der IGAP-Homepage als Download heruntergeladen werden.
Die Versorgungsqualität beim Dekubitusmanagement steht im Focus. Welche Qualität hat die Hilfsmittelversorgung für das Dekubitusmanagement in der ambulanten Pflege? Welche Möglichkeiten der Einflussnahme haben die Pflegenden? Zu diesen Fragen hat das Dekubitus-Forum des BVMed eine Online-Umfrage gestartet. Ziel der Befragung ist es, Daten zur Versorgungsqualität aus dem Bereich der Ambulanten Pflege zu sammeln und auszuwerten. Der Online-Fragebogen ist abrufbar unter http://www.dekubitus-forum.de./.
Seit Juli 2009 überprüft der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) die Pflegeheime im Bundesgebiet gemäß der Pflege-Transparenzvereinbarung des Pflegeweiterentwicklungsgesetztes.
Ein an Demenz Erkrankter wird im Verlauf seiner Erkrankung zunehmend in seinen Alltagskompetenzen eingeschränkt. Ohne Begleitung am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen ist ihm irgendwann unmöglich. Es besteht die Möglichkeit dem Betroffenen und seinen Angehörigen, mit einem Schwerbehindertenausweis, Erleichterung in den Alltag zu bringen. SGB IX § 2, Abs.1 Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist. Bei einem Behinderungsgrad von mindestens 50 besteht Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Eine Behinderung liegt nicht nur bei Einschränkungen der körperlichen Fähigkeiten, sondern auch bei Einschränkungen der geistigen und seelischen Fähigkeiten vor. Demnach kann bei einem Betroffenen mit einer mittelgradigen Demenz bereits ein Behinderungsgrad von 50 vorliegen und der entsprechende Antrag beim zuständigen Versorgungsamt gestellt werden. Mehr dazu hier
Der IGAP Wunddokumentationsbogen ist überarbeitet und in seiner neuen Version als Download auf der IGAP Homepage kostenlos abrufbar. Das neue Format erleichtert die Unterbringung in den herkömmlichen Kurvensystemen und eine fortlaufende Dokumentation. Der Ausdruck des Bogens ist entsprechend dem Bedarf jederzeit möglich, wodurch sich die Bestellung einer gedruckten Version erübrigt, die somit künftig nicht mehr bei IGAP erhältlich sein wird. Wir bedanken uns für das bisherige große Interesse an unserem Angebot und hoffen weiterhin auf eine rege Nutzung des Selbigen.
Wie bereits berichtet, wurde durch IGAP im Jahr 2008, in mehreren Pflegeeinrichtungen für dementiell Erkrankte, Testungen des MiS Micro-Stimulations-Systemes Thevo autoActiv durchgeführt.
Wirkt sich die Pflege eines demenzerkrankten Ehepartners beschleunigend auf die Depressions- und Demenzentwicklung des pflegenden Angehörigen aus?
Ist die Palliative Pflege Demenzerkrankter in der eigenen Häuslichkeit möglich?
Ist das Sturzrisiko von Menschen mit Demenz erhöht?
Zu diesen und anderen Fragen liegen wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die das Dialog- und Transferzentrum (DZD) gesichtet und die Ergebnisse in verständlicher Form zusammengefasst hat. Diese Zusammenfassungen, Fragen und Anregungen aus der Praxis sowie Veranstaltungstermine und der Stand der Arbeit des DZD sind in dem aktuellen Newsletter unter www.dialogzentrum-demenz.de zu finden.
Das Hüsselhuus – ein wunderbarer Ort Es ist ein strahlender Sommertag. Zwei Frauen sitzen unter einem Sonnenschirm im Garten und unterhalten sich. An einem Tisch auf der Terrasse sitzen zwei weitere Frauen mit einem Kind und säubern Erdbeeren. Die ältere der beiden Frauen, Hanna fragt ungläubig und amüsiert „…und das filmt Ihr jetzt?“ Ihre Nachbarin, die Praktikantin Giselle erklärt ihr, man wolle das Hüsselhuus bekannt machen und drehe darum einen Film über das Haus und seine Bewohner. Bewohner, die wie Hanna immer vergesslicher werden. Hanna ist erstaunt, dass sie vergesslich sein soll. Es beunruhigt sie nicht. Sie säubert weiter die Erdbeeren. Eine ausgeglichene Ruhe herrscht in dem Haus in Himmelpforten, in dem die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz lebt. Mit dieser Szene beginnt der Film „Das Hüsselhuus – ein wunderbarer Ort“ von der Regisseurin und freien Filmemacherin Claudia Deja. Sie kannte das Haus bereits von einem früheren Beitrag für den NDR und war „ …sofort von dem Vorzeigemodell für Selbsthilfe begeistert.“ Der Film zeigt deutlich den bedrückenden Verlust des Gedächtnisses und den Rückzug in die eigene Welt. Er zeigt aber auch den familiären und entspannten Umgang miteinander und mit den Defiziten der Bewohner. Es wird viel gelacht und die Menschen leben immer noch ihren Humor aus. Der Arzt kommt ins Haus und unterhält sich mit allen. Er fragt Hanna, ob er sie einiges über ihr Gedächtnis fragen darf. Na, meint sie schmunzelnd, das gehe ihn ja eigentlich nichts an. Auf die Frage, wie sie denn heiße, erklärt sie ihm, in ihrem Personalausweis stehe Johanna, aber er dürfe Hanna sagen. Wie alt ist sie? „Das rechne mal schön selber aus“, sie grinst verschmitzt. Die ruhige Atmosphäre wirke sich positiv auf die Patienten aus, sagt der Arzt Dr. Walle. Die Umgebung reduziere die Angst und er müsse weniger Medikamente verschreiben. Die Pflegerin Uschi Hilgert schätzt an ihrer Arbeit, dass sie den alten Menschen die Zeit lassen kann, die sie auch brauchen. Man fühle sich immer zu Hause, erklärt sie zufrieden. Die DVD mit dem 30-minütigen Film kann für 10,- € über den Verein „Herbstzeitlose“ bezogen werden. Das Hüsselhuus in Himmelpforten ist eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für acht bis zehn Menschen mit Demenz. Das private Wohnprojekt wird seit seiner Gründung im Jahr 2003 von dem Verein „Herbstzeitlose“ begleitet. Die Betreuung wird von den Angehörigen selbst organisiert. Das Wohnkonzept soll einen Weg zeigen, zwischen der häuslichen Pflege, mit oft überforderten Angehörigen, und dem Heim, das demente Menschen manchmal überfordert.
Wie Heise Online berichtet, erklärt dies der Psychiater George Bartzokis von der University of California in einem Interview, in der neuen Ausgabe 11/09 von Technology Review. George Bartzokis sieht die Ursache für Alzheimer nicht in Proteinablagerungen im Gehirn, sondern in der Myelinschicht der Nervenfasern. Die isolierende Myelinschicht um die Nervenfasern im Gehirn wird ab einem Alter von 45 Jahren nicht mehr schnell genug repariert. Die Folge ist, sie wird dünner. Für die Reparatur werde zeitweilig die Nährstoffzufuhr der Synapsen - die Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen - unterbrochen, so erklärt Bartzokis. Wird die Reparatur nicht weitergeführt, so wird nach einiger Zeit diese Verbindung aufgelöst. Daraus ergebe sich auch die Schädigung der Nervenfasern und die Nervenzellen gehen ein. Seiner Meinung nach finden sich hier ganz andere Therapieansätze. Als leicht umzusetzende vorbeugende Maßnahmen rät er: Fischtran einnehmen und Sport zu treiben. (Heise Online) Es zeigt sich wieder, deutlich, wie wichtig es ist, neben einer ausgewogenen Ernährung, bis ins hohe Alter in Bewegung zu bleiben und Sport zu treiben. Ein Bemühen muss demnach sein, die Bewegungsfähigkeit so lange wie möglich zu erhalten und zu fördern, um dies zu ermöglichen.
Pflegeheime schneiden besser ab als Kliniken Durchschnittlich zehn Prozent der bewegungsunfähigen Patienten in den Pflegeheimen wiesen einen Dekubitus auf. Dies ist ein Ergebnis der jährlichen Prävalenzerhebung der Wissenschafter der Charité Berlin. In den Kliniken waren es 27 Prozent. Dies liege sicherlich an der deutlich häufigeren Versorgung der Heimbewohner mit modernen Pflegehilfsmitteln, so erklärte der Projektleiter Nils Lahmann in der kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung. 35 Prozent der dauernd bettlägerigen Heimbewohner erhielten laut Erhebung ein so genanntes dynamisches Lagerungssystem, eine Matratze, die automatisch für Druckausgleich sorgt. In den Kliniken war dies nur bei 17 Prozent der Fall. Insgesamt sei die Häufigkeit von Dekubitus, seit Beginn der Erhebung im Jahr 2001, in den teilnehmenden Pflegeheimen deutlich zurück gegangen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Pflegeheime sich um die Versorgung mit modernen Lagerungshilfsmitteln bemühen, obwohl die Kosten für diese Versorgung im Allgemeinen zu ihren Lasten gehen. Es wird jedoch auch deutlich, dass immer noch mehrheitlich Wechseldruckluftmatratzen in den Pflegeheimen eingesetzt werden, wie die Beschreibung der eingesetzten Lagerungshilfsmittel deutlich macht. Wenn wir bedenken, dass die negativen Auswirkungen dieser Hilfsmittel auf das Körperbild und das Risiko der Verstärkung von Spastiken seit langem bekannt sind und diskutierte werden, ist dies erschreckend. Es gibt seit langem Lagerungshilfsmittel, die diese negativen Auswirkungen nicht mit sich bringen, die Bewegungen der Patienten unterstützen und fördern und darum den Wechseldruckluftmatratzen vorgezogen werden. Zunehmend entscheidet man sich inzwischen in Pflegeheimen, angesichts der Problematik der negativen Nebenwirkungen, für die Entfernung der Wechseldruckluftmatratzen und den Einsatz dieser Bewegungsbetten auf Basis der MiS Micro-Stimulation. Besorgte Pflegebedürftige und ihren Angehörigen sollten gezielt bei der Wahl eines Pflegeheimes darauf achten und dies erfragen.
Mehr Sicherheit bei der Auswahl des richtigen Pflegeheimes für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.
Die Benotungen der Pflegeheime sollten gemäß Pflege-Transparenzvereinbarung, Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen bei der Auswahl eines passenden Pflegeheimes helfen und ihnen Sicherheit bei der Wahl geben. Aber diese Sicherheit bleibt, noch vor der wiederholt verschobenen Veröffentlichung der Ergebnisse, auf der Strecke.
Unsere Empfehlung an suchende Pflegebedürftige und ihre Angehörigen:
Beobachtungsergebnisse über die Auswirkungen des Prinzips der Mikrostimulation auf die Schlafqualität von Demenzkranken sind jetzt online nachzulesen.
Bereits in der Studie „Klinische Evaluation der Wirksamkeit des MiS Micro-Stimulations-Systems Thevo-Activ“, im Jahr 2003, wurde neben der Hauptfrage, nach dem Einfluss auf die Wundheilung bei Dekubitus, auch die Frage nach den Auswirkungen auf die Verwirrtheitszustände der Probanden beurteilt. Nicht nur die Hauptfrage konnte zufriedenstellend beantwortet werden. Die Beobachtungsergebnisse der durchgeführten Testung sind jetzt auf der IGAP-Homepage nachzulesen.
Kontaktfreudige und ausgeglichene Menschen erkranken seltener an Demenz.
Verlaufsbericht der Testung
Herr M., 68 Jahre, ein Patient mit fortgeschrittener Demenz im Stadium III, lebt in häuslicher Umgebung und wird von seiner Ehefrau gepflegt.
Seit Juli 2009 überprüft der MDK nun deutsche Pflegeheime nach den neuen Qualitätsprüfkriterien. Die Ergebnisse dieser Prüfungen sollten ursprünglich im Spätsommer veröffentlicht werden. Nun aber sieht es so aus, als würden erste Ergebnisse erst nach der Bundestagswahl zugänglich. Verantwortlich dafür sind nach Angaben der Kassen die Länderinteressen und der Wahlkampf. Auf der Thevo-Liste werden Heime geführt, die sich mit Hilfe von Bewegungsbetten um das bewegungsfördernde Liegen und Lagern bemühen. Die Bewegungsbetten unterstützen den Erhalt der Eigenbeweglichkeit des Liegenden und unterstützen so auch den erholsamen Schlaf.
„Der gesunde Schlaf des Pflegebedürftigen als Quelle der Erholung für die Pflegenden.“ Demenz ist eine Erkrankung, die uns immer häufiger im persönlichen Umfeld begegnet. Oft sorgen dementierende Menschen durch ihre Schlafstörungen, aber auch durch ihre häufige Suche nach Bewegung und Wahrnehmung für Unsicherheit bei Angehörigen und im näheren Umfeld.
Diese Informationsveranstaltung zeigt die Wichtigkeit von Bewegung und Wahrnehmung des eigenen Körpers für den entspannten Schlaf auf. Veranstaltungstermin: 16.09.2009, 19:30
Veranstaltungsort: DRK-Haus Zeven
Deutsches Institut für Demenzprävention (DIDP), am 24.08.2009, auf dem Campus Homburg der Universität des Saarlandes eröffnet. Neuen Forschungsergebnissen zur Folge, beginnt die Alzheimer-Krankheit bereits 20 bis 30 Jahre vor den ersten Symptomen und der darauf folgenden Diagnosestellung. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits große Anteile der Nervenzellen irreversibel geschädigt. Davon ausgehend, dass therapeutische Erfolge in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sind, setzt das neu eröffnete Deutsche Institut für Demenzprävention auf die Entwicklung und Umsetzung von Strategien, die den Verlauf der Erkrankung aufhalten. International sind im Bereich der Frühdiagnostik in den letzten Jahren Fortschritte erzielt worden, die es möglich machen, therapeutisch wirksame Maßnahmen bereits vor dem Nervenzellverlust einzuleiten. Hier sehe man eine Chance und es gelte die Zeitspanne zu nutzen, um so die Demenz wirksam und frühzeitig zu bekämpfen, erklärt Prof. Dr. Klaus Fassbender vom DIDP. (Quelle: idw-online.de)
Der Schlaf dementiell erkrankter Menschen ist für pflegende Angehörige oft ein nicht enden wollendes Thema.
Nächtliche Unruhe mit unruhigem „Wälzen“ im Bett, langen Einschlafphasen und häufigem Erwachen, das dann häufig in Aufstehen und Herumlaufen mündet, erschwert die Nächte und die Tage.
Neue Erhebungsbögen für optimale Versorgung mit Antidekubitus-Hilfsmittel Dekubitus ist nach wie vor ein großes Problem in der Versorgung pflegebedürftiger und immobiler Menschen. Ist er erst einmal aufgetreten, stellt er für den Betroffenen eine schmerzhafte Wunde dar, die die Lebensqualität mindert und die Gestaltung des Alltags massiv erschwert. Für die Kostenträger ist der Dekubitus ein Kostenfaktor, der, je nach Schwere der Erkrankung, die Kassen mit geschätzten 4.550 bis 19.500 Euro belastet. Umso wichtiger ist es, im Sinne einer guten Dekubitus-Prävention, das richtige Antidekubitus-Hilfsmittel zu wählen. Das Dekubitus-Forum des BVMed stellte diese Woche seinen überarbeiteten und optimierten Erhebungsbogen zur Hilfsmittelversorgung bei Dekubitus vor. In der überarbeiteten Version werden erstmals die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen berücksichtigt und klare Versorgungsziele formuliert. Die Ergebnisqualität wird in Form einer definierten Zielüberprüfung kontrolliert. Stellt sich auf diese Weise eine nicht bedürfnisgerechte Versorgung heraus, kann auf Basis der ermittelten Daten eine Umversorgung vorgenommen werden. Erstmals werden alle an der Versorgung Beteiligten in die Bedarfsermittlung einbezogen. Zur Berücksichtigung der unterschiedlichen Anforderungen an Sitz- und Liegehilfen sind differenzierte Erhebungsbögen erstellt worden. Beide Erhebungsbögen zur bedarfsgerechten Versorgung mit Hilfsmitteln gegen Dekubitus können auf der Website des BVMed heruntergeladen werden.
Vorgehen bei Hilfsmittelversorgung oft im Widerspruch zur pflegerischen Praxis! Die Versorgung von Pflegebedürftigen soll immer unter dem Aspekt der individuellen Bedürfnisse betrachtet werden. Deshalb werden bei der Pflegeplanung die einzelnen Pflegeprobleme und die Ressourcen des Pflegebedürftigen erfasst. Der Erhalt der vorhandenen Ressourcen sowie deren Förderung wird in die Planung mit einbezogen. Hier zeigt sich, dass sich Pflege nicht mehr nur als Verwalterin der Defizite betrachtet, deren Ausgleich ihr obliegt. Pflege sieht sich vielmehr in der Funktion des Förderns und Unterstützens. Dies geschieht unter dem Aspekt, jede Form der Selbständigkeit weitestgehend zu erhalten und zu fördern und dem Pflegebedürftigen auf diese Weise, so lange wie möglich, ein Mindestmass an Selbstbestimmung zu ermöglichen. Diese Denkweise verliert sich schnell, wenn es um die Versorgung von Pflegebedürftigen mit Hilfsmitteln gegen Dekubitus geht. Obwohl auch hier die Forderung nach einer individuellen Versorgung gilt, wird häufig eine einheitliche Versorgung praktiziert.
Angehörige von Demenzkranken schöpfen neue Hoffnung Schlechter Schlaf. Unruhige Nächte. Lange Einschlafphasen und häufige Wachphasen in der Nacht. Darüber klagen fast 20% aller Erwachsenen. Mit zunehmendem Alter werden dieses Problem häufiger. Eine schlechte Tagesform, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, verminderte Gedächtnisleistung und Gereiztheit sind nur einige der Folgen. Oftmals kommen Rü-ckenbeschwerden durch ungeeignete Matratzen hinzu. Noch deutlicher werden diese Probleme bei demenzkranken Menschen. Schon nach 10 Minuten ruhigen Liegens spüren Sie ihren Körper im Schlaf nicht mehr richtig und verlieren dadurch die Orientierung. Sie wachen wieder auf und oftmals wird die Nacht zum Tage. Die dramatischen Folgen bekommen auch die Angehörigen zu spüren. Auch für sie sind die Nächte eine große Belastung, in denen man vergeblich nach Ruhe sucht. Viele Angehörige von Demenzkranken sind am Tage völlig gerädert und unausgeruht. Eine vielversprechende Neuentwicklung zur Verbesserung des Schlafes bei Demenzkranken wurde jetzt von der Aktion Gesunder Rücken e.V. mit dem AGR Gütesiegel zertifiziert: ThevoVital. Das von der Firma Thomashilfen aus Bremervörde entwickelte Bewegungsbett bei Demenz trägt speziell zur Verbesserung des Schlafes bei Demenzkranken bei. Es wirkt auf der Basis der MiS Micro-Stimulation und unterstützt und erleichtert die Wahrnehmung des Betroffenen im Bett. Dadurch verbessert sich die Tagesform und die Ausgeglichenheit am Tage. Eine Tatsache, die auch die Angehörigen entlastet, sie können in den Nächten wieder Kräfte für den kommenden Tag sammeln. Auf den ersten Blick handelt es sich bei Thevo Vital um eine ganz normale Matratze. Aber in ihrer Hülle befinden sich spezielle Flügelfedern, die für den rückengerechten Liegekomfort und Unterstützung der Bewegung sorgen. Das Bewegungsbett lässt sich einfach in jedes Bett oder auf den vorhandenen Lattenrost legen, auch gibt es keine komplizierten Einstellungen. ThevoVital ist einfach zu handhaben. Mit der Verleihung des Gütesiegels stellte die Aktion Gesunder Rücken e.V. ebenfalls die rückenfreundliche Wirkung von ThevoVital fest. Ein weiterer Indiz dafür, dass es sich bei dieser ThevoVital um ein vielversprechendes Bewegungsbett handelt, das für Demenzkranke und deren Angehörigen eine echte Hilfe im Kampf gegen Schlafstörungen ist.
Kontakt:
Ansprechpartner: Detlef Detjen
Bereits vor zehn Jahren verdeutlichte die „Püschel-Studie“ eine defizitäre Versorgung alter Menschen.
Die Ergebnisse aus der Rechtsmedizin, verweisen noch mal sehr deutlich auf die bestehenden Missstände. Warum zeigen sich Medien, Sozialexperten aller Parteien und Verbände jetzt so bestürzt über diese „unhaltbaren Zustände“.
Wir bei IGAP weisen seit Jahren auf wesentliche Notwendigkeiten in der Dekubitusprävention hin. Druckvermeidung und Druckentlastung durch Bewegung und Bewegungsförderung sind als Grundelement der Dekubitusprävention zu betrachten. Wir betonen seit Jahren, dass der Einsatz von Wechseldrucksystemen und Superweichlagerung die Bewegungsfähigkeit eines Pflegebedürftigen zusätzlich einschränkt und es ihm so unmöglich wird, selbständig zur Druckentlastung beizutragen.
Solange jedoch die Versorgung Pflegedürftiger mir Hilfsmitteln, nahezu ausschließlich, mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit erfolgt und die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen und damit die Zweckmäßigkeit für den Betroffenen in den Hintergrund treten müssen, solange werden Pflegebedürftige durch den Einsatz von, die Bewegung einschränkenden, Hilfsmitteln gegen Dekubitus zusätzlich immobilisiert. Eine Liste dieser Heime findet man auf: www.thevo-liste.de
Die AGR (Aktion Gesunder Rücken e.V.) hat jetzt eine Matratze zur Verbesserung des Schlafes bei Demenzkranken, mit dem AGR Gütesiegel ausgezeichnet. Thevo Vital, eine Matratze, die unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse von Demenzkranken entwickelt wurde, basiert auf dem Prinzip der MiS Micro-Stimulation. Schlechter Schlaf. Unruhige Nächte. Lange Einschlafphasen und häufige Wachphasen in der Nacht. Fast 20 % der Erwachsenen klagen über Schlafstörungen. Mit zunehmendem Alter wird dieses Problem häufiger beschrieben. Eine schlechte Tagesform, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, verminderte Gedächtnisleistung und Gereiztheit sind nur einige der Folgen. Dementiell erkrankte Menschen leiden noch häufiger unter Schlafstörungen. Hier wird von ca. 70% berichtet. Dies ist besonders für die pflegenden Angehörigen ein erhebliches Problem. Demenzkranke haben längere Einschlafphasen und längere nächtliche Wachphasen als gesunde ältere Menschen. Ein Grund für ihre Schlafstörungen kann ein Verlust des Körpergefühls durch das lange Liegen sein. Zum Spüren seines Körpers, sucht der Demente dann nach Bewegungs- und Berührungsinformationen. Er wird unruhig und bewegt sich stark im Bett. Einige Angehörige beschreiben dies als „Wühlen“ in der Matratze oder „hin und her werfen“. Ziel ist: Das Spüren des eigenen Körpers, es gibt Sicherheit und Orientierung und diese Sicherheit hilft beim Wiedereinschlafen. Ein weiterer Grund für Schlafstörungen kann Schmerz sein. Im Alter treten zunehmend Erkrankungen auf, die mit Schmerzen einher gehen. Bei Demenzkranken werden diese Schmerzen, weil sich die Betreffenden nicht gezielt äußern können, häufig jedoch nicht bemerkt und behandelt. Diese Schmerzen verhindern einen entspannten Schlaf und sie verhindern ebenso das entspannte Drehen im Bett. Angesichts dieser Problematiken, hat IGAP einige Testungen von MiS Micro.Stimulations-Systemen durch dementiell erkrankte Menschen begleitet. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der Thevo Vital ein. Die MiS Micro-Stimulation unterstützt durch kleine Bewegungen und Berührungen die Wiederherstellung und den Erhalt des Körpergefühls. Dadurch wird dem Liegenden konsequent ein gutes Körpergefühl vermittelt. Die Bewegungen werden unterstützt und erleichtert. Das MiS Micro-Stimulations-System bietet somit die Grundlage für einen entspannten und erholsamen Schlaf.
Nach der Genehmigung des überarbeiteten Entwurfs der Qualitätsprüfungsrichtlinien (QPR) können nach ihren Kriterien die Pflegeheime geprüft, bewertet und die Ergebnisse veröffentlicht werden.
Wie der Verbande Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) in einer Pressemitteilung am 23.06.2009 mitteilte, hat der GKV-Spitzenverband dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) den von ihm überarbeiteten Entwurf der Qualitätsprüfungsrichtlinien (QPR) nach § 114 SGB XI vorgelegt.
In welchem Pflegeheim weiß ich meinen Angehörigen gut versorgt? Wie kann ich eine gute Einrichtung finden? Diese Frage besorgter Angehörigen soll mit Hilfe der Pflegequalitäts-Transparenzvereinbarung endlich eine Antwort finden. Gemäß der Vereinbarung sollen die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen des MDK ab 2010 durch die Landesverbände der Pflegekassen im Internet veröffentlicht werden. Zu Beginn dieses Jahres wurde die Veröffentlichung der ersten Prüfergebnisse für den Spätsommer 2009 angekündigt. Um die Zeit bis zur Veröffentlichung über die Pflegekassen zu überbrücken, bietet die KKH-Allianz, in Zusammenarbeit mit dem MDK-Niedersachsen, eine Telefonauskunft für die Versicherten in Niedersachsen an. Versicherte können, über die Hotline der KKH-Allianz Heime und Qualitätskriterien nennen, die sie interessieren. Anschließend werden die notwendigen Informationen beim MDK-Niedersachsen eingeholt. Der Pflegeberater ruft den Versicherten dann zurück und informiert ihn darüber, ob das Heim bereits überprüft wurde und wie es bei der Qualitätsprüfung der zukünftig veröffentlichten Bereiche, abgeschnitten hat. Jörn Bachem, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht, erklärte in CAREkonkret, warum dies für „Rechtswidrig und eine Täuschung der Pflegebedürftigen“ hält. Zum einen gibt es noch keine Ergebnisse, die veröffentlicht werden dürfen. Was u.a. daran liegt, dass die Qualitätsprüfungskriterien nach denen die MDK-Prüfer arbeiten sollen, zurzeit überarbeitet werden. Die Landesverbände der Pflegekassen sind für die Veröffentlichung der Ergebnisse verantwortlich. Die einzelnen Kassen dürfen keine Ergebnisse veröffentlichen, schon gar nicht vor der Veröffentlichung der Pflegekassen. Die Prüfergebnisse müssen nach dem Gesetz in „geeigneter Form veröffentlicht“ werden. Die Telefonhotline der KKH entspreche diesen Ansprüchen nicht. Für bereits nach den bisherigen Richtlinien geprüfte Heime bestehe die Situation, dass sie nicht wissen, was für Daten der MDK weitergibt. Der MDK prüfte bisher nicht auf der Basis der Pflegetransparenzvereinbarung, so dass sie die zu Veröffentlichung freigegebenen Daten nicht kennen. Schlimm trifft es Heime, die in der MDK-Prüfung schlecht abgeschnitten hatten und deren Konkurrenzunternehmen vor Ort noch nicht geprüft worden sind. Selbst, wenn diese sie schlechter versorgen sollten, würden sie von Interessenten eher gewählt, als das Heim, das mit schlechter Note abgeschnitten hat. Herr Bachem betrachtet die Telefonauskunft abschließend in mehrfacher Hinsicht für rechtswidrig und sieht für die Heime gute Chancen, der KKH Allianz mit einem Eilantrag durch das Sozialgericht die Weitergabe von Prüfergebnissen untersagen lassen zu können.
Der gerade veröffentlichte Arzneimittel-Report der Gmünder ErsatzKasse zeigt:
Jeder
3. GEK Versicherte mit der Diagnose Demenz bekam 2008 stark wirksame
Beruhigungsmittel, sogenannte Neuroleptika, verordnet. Professor Gerd Glaeske, Leiter der GEK-Studie, fordert eine drastische Senkung der Neuroleptika-Verordnung. „Neuroleptika sind stark dämpfend, Neuroleptika sind beruhigend. Sie lassen sich offensichtlich im Pflegealltag dazu nutzen, einen Mangel der Pflege auszugleichen, indem man Menschen ruhig stellt.“, so Glaeske. „Chemische Gewalt gegen Ältere“ nennt er dieses Vorgehen und fordert, dass damit Schluss sein muss.
Berlin.
Laut einer Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse ist fast jeder zweite pflegende Angehörige mit dieser Aufgabe seelisch und körperlich überfordert. Die 24-Stunden-Pflege sorgt neben körperlichen Beschwerden auch für seelische Probleme. Gerade deshalb ist eine Entlastung der Pflegenden dringend nötig. Marina Mücke, Pflegeexpertin der Techniker Krankenkasse, rät den Pflegenden Angehörigen zu regelmäßigen Pausen und Ruhezeiten. Dieser Rat hört sich gut an, ist aber in der Realität oft schwer umzusetzen.
Ein Anfang der Entlastung ist unserer Meinung nach gesunder Schlaf.
Frau Christine Haderthauer, bayrische Sozialministerin, findet harte Worte.
Im Verlauf der Demenzerkrankung kommt es, neben vielen anderen Veränderungen, zur Verschlechterung der Gedächtnisleistung, zu Störungen der Wahrnehmung des eigenen Körpers und zu Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit bis hin zur Bewegungsunfähigkeit. Lesen Sie mehr dazu in den Pflegeinfos 8 und 9
Der heutige "Internationale Tag der Pflege" rückt Alten-
und Pflegeheime einmal mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
Unser Institut ist stets bemüht, Pflegefachkräfte mit
wertvollen und praxisbezogenen Informationen für ihre tägliche Arbeit zu
unterstützen. Aus diesem Grund bieten wir seit einiger Zeit
Informationsveranstaltungen für Pflegeheime und Selbsthilfegruppen an. Die
Informationsveranstaltungen stehen unter dem Motto "Der gesunde Schlaf des
Pflegebedürftigen als Quelle der Erholung für die Pflegenden". Darin erfahren
Sie, warum der Schlaf besonders für Demenzkranke extrem wichtig ist und wie
Bewegung die Schlafgewohnheiten der Patienten deutlich verbessert.
Falls Sie Interesse an einer Informationsveranstaltung in
Ihrem Hause haben, schreiben Sie uns.
Damit aus dem Tag der Pflege kein Trauertag wird.
Die individuelle, am Bedarf orientierte Dekubitusversorgung von Pflegebedürftigen ist oft immer noch mangelhaft. Dies stellte IGAP nicht nur durch eine eigene Umfrage fest, sondern wurde auch, durch Dipl. Ing. Norbert Kamps, anlässlich der Pressekonferenz der ddl (Deutsche Dekubitusliga e.V.) in Berlin noch einmal verdeutlicht. Norbert Kamps, Mitarbeiter des MDS mit dem Fachgebiet Hilfsmittel und Hilfsmittelversorgung sowie Mitglied der ddl, führte für seine Kritik mehrere Punkte an.
Obwohl der Expertenstandard für Dekubitusprophylaxe in der Pflege, seit seinem Erscheinen, vielerorts ein Umdenken und eine Verbesserung der Versorgung bewirkt hat, besteht immer noch ein großer Mangel an Informiertheit. Um diesem Mangel zu begegnen bietet IGAP seit Jahren Schulungen zu den Themen Dekubitusprophylaxe und Versorgung an. Mit der Internetseite und Broschüre „Dekubitus – Ein drückendes Problem“ sowie den Pflegeinfos, die sich z.B. mit Mikrolagerung, Bewegungsförderung oder dem Einsatz von MiS Micro-Stimulation befassen, sind Informationsquellen entstanden, die oft und gerne angefordert werden.
„Bewegung ist Leben“ betont Dr. Friedhelm J. Baisch am 22.04.2009 auf der Pressekonferenz der Deutschen Dekubitusliga (www.deutsche-dekubitusliga.de) anlässlich der Vorstellung des fertig gestellten Leitfadens „Ambulante Versorgung von Patienten mit Dekubitus“.
IGAP-Umfrage bringt große Mißstände in Pflegeheimen an den Tag50% aller Pflegekräfte setzen beim Thema Dekubitus nach wie vor auf Wechseldruck-Luftmatratzen. Dies ergab unsere Befragung von knapp 400 Pflegefachkräften. Auch wenn dieses Ergebnis nicht überraschend ist, verdeutlicht es doch die Problematik, in der sich viele Pflegeheime befinden: Die fatalen Nebenwirkungen von Wechseldruck-Luftmatratzen (Immobilität, Verlust von Weichheit, Konfort und Bettklima) sind so alt wie das System selbst. Dennoch reagieren viele Pflegeheime nur sehr zögerlich, um diesen Mißstand zu beheben. 32% der Befragten setzen hauptsächlich Weichliege-Systeme ein. Eine weitere veraltete Technik, die dem Pflegebedürftigen jegliche Körperwahrnehmung und Orientierung nimmt. Für uns ist dies ein Indiz, dass viele Pflegeheime das Thema Liegen und Schlafen der Patienten noch nicht ernst nehmen. Das Ergebnis der Umfrage ist für uns unverständlich, denn der Expertenstandard beschreibt wesentlich modernere Techniken in der Dekubitus-Prophylaxe und Therapie.
Nürnberg:
Unter dem Motto „Effiziente ambulante Versorgung von Patienten mit Dekubitus ist möglich“, stellt die Deutsche Dekubitus Liga e.V. am 22.April den ersten Teil eines umfangreichen, modular aufgebauten Leitfadens vor.
Termin: 22.April 2009 Ort: GSG-Höfe, Helmhotzstraße 2 -9, 10587 Berlin Anmeldung und weitere Informationen unter:
Berlin-
"Ein Allgemeinmediziner mit geriatrischer Ausbildung gehört in jede Einrichtung"
Bei der AOK-Diskussionsveranstaltung „Leben im Alter – Perspektiven in der Pflege“ am 18. März 2009 machte Ulla Schmidt ihren Standpunkt deutlich.
Mehr dazu
Seit heute finden Sie einen neuen Buchtipp: Bewegtes „Lagern“ Den Artikel können Sie hier lesen.
Ab heute finden Sie auf unserer Webseite einen Artikel zum Thema Notenvergabe für die Pflegeheime. Den Artikel können Sie hier lesen
Berlin- „Undurchsichtig und unzureichend“ nennt die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt das geplante Notensystem für Pflegeheime.
In der, im November 2008 festgelegten, Bewertungssystematik, werden insgesamt 82 Einzelkriterien in 5 Qualitätsbereichen überprüft. Aus den Bewertungen der Einzelkriterien wird anschließend die Gesamtnote errechnet, die dann im Pflegeheim aufgehängt und im Internet veröffentlicht wird.
Dem Patienten „auf die Beine helfen“.
ist der Titel des ersten Teils einer zweiteiligen Artikelreihe zum Thema "Bewegungsunterstützung".
`Therapeutisch aktivierende Pflege`
2134 Kongressteilnehmer auf CareFair Congress (CFC)2009
Am 18. und 19.02.2009 wurden den Kongressteilnehmern unter dem Dach des CFC 2009 fünf Fachkongresse geboten.
`Minutenpflege` bald Vergangenheit?
Berlin.
Das Thema "Dekubitus" ist nach wie vor ein Kernthema der Pflege und die immensen Kosten einer Dekubitus-Therapie sprechen eine deutliche Sprache. Mit unserer pdf-Schulungspräsentation zum Themenbereich "Dekubitus" wollen wir Ihnen - den Fachkräften aus der pflegerischen Praxis - Unterlagen in die Hand geben, die Sie gezielt zur Mitarbeiterschulung einsetzen können. Die Präsentation wurde komplett überarbeitet. >>mehr lesen.
Der Umgang mit dem Hilfsmittelverzeichnis und der ärztlichen Verordnung von Hilfsmitteln ist heute für Pflegende im ambulanten Dienst und in Pflegeeinrichtungen alltäglich. Trotzdem stellen wir anhand der bei uns eingehenden Anfragen fest, dass Unsicherheiten und Wissenslücken vorhanden sind. >>mehr lesen
Auf vielfachen Wunsch stellen wir Ihnen ab sofort unsere IGAP-Scale zum Download bereit. Die IGAP-Scale ist ein Erhebungsbogen für:
Sie finden die IGAP-Scale als pdf Dokument im Download-Bereich.
Der neue Expertenstandard des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) ist als Sonderdruck mit Literaturanalyse einschließlich Kommentierung veröffentlicht und kann beim DNQP für 19,50 € (inkl. MwSt. und Versandkosten) bestellt werden.
Herzlich willkommen auf unserer neuen Webseite! Wir haben die vergangenen Wochen und Monate genutzt um die Inhalte neu zu sortieren und zu aktualisieren. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt.
MDK-Diktate nicht akzeptabel
Am 01.04.2007 trat das GKV-WSG (Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs
GKV-WSG: www.die-gesundheitsreform.de/gesetze_meilensteine/gesetze/pdf/gkv-wsg-bgbi.pdf
Der Dementia Fair Congress 2008 fand vom 22. bis zum 23. Februar im Congress Centrum Leipzig statt.
Ein umfangreiches Fortbildungsprogramm mit über 150 Fachbeiträgen von 190 renommierten Referenten aus dem In- und Ausland erwartete 1.170 interessierte Fachbesucher. Damit ist der DFC 2008 Europas größtes Forum rund um das Themenfeld Demenz. Der interdisziplinäre Kongress unter der Leitung von Professor Hagen Sandholzer, Uniklinik Leipzig, präsentierte sich mit Vorträgen aus dem Bereich Medizin, Pflege, Wissenschaft, Ethik sowie Politik. |