Frau F.* ist eine 81 jährige Dame mit einer mittelgradigen Demenz. Sie lebt seit vier Monaten in einer stationären Pflegeeinrichtung.
Frau F. benötigt die Gesellschaft der Mitbewohner oder der Pflegenden. Ist Sie allein, so wird sie unruhig, nervös und sehr ängstlich.
Pflegerische Maßnahmen oder Aufmerksamkeit gegenüber ihren Mitbewohnern werden von ihr registriert und haben ihrerseits das Einfordern von Aufmerksamkeit zur Folge. Zu Beginn ihres Aufenthaltes in der Pflegeeinrichtung war Frau F. sehr nachtaktiv. Mit Beendigung ihrer Abendmahlzeit ca. 17:30 wollte sie ins Bett und forderte die notwendige Hilfe auf der Stelle ein. Obwohl die Pflegenden versuchten, den Zeitpunkt etwas hinaus zu zögern, war sie im Allgemeinen um spätestens 18:30 im Bett. Dort blieb sie dann jedoch immer nur für kurze Zeit, stand dann wieder auf und lief im Wohnbereich umher. Nächtliche Besuche in den Zimmern der Mitbewohner führten häufig zu Unruhe und Unmut. Erst bei starker Müdigkeit war es möglich, sie ins Bett zu begleiten, wo sie dann auch einschlief. Beim ersten Erwachen, stand sie jedoch immer wieder auf und lief unverändert unruhig durch den Wohnbereich. Um ihr die Unruhe etwas zu nehmen und das Einschlafen zu erleichtern, gab man ihr schließlich abends ein leichtes Psychopharmakon. Dies half beim ersten Einschlafen am Abend. Erwachte sie dann wieder, so zeigten sich die Unruhe und das Umherlaufen unverändert. Zeitweilig gab sie Schmerzen in der Schulter an, die jedoch nicht in Zusammenhang mit ihrer nächtlichen Unruhe gebracht werden konnten. Nach einem Monat wurde bei Frau F. eine Thevo Vital ins Bett gelegt.
Ute Geitmann Bremervörde, März 2010 *der Name ist aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht genannt, dem Institut aber bekannt
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