Am Rande des Burn-Outs: Wenn Pflege krank macht

Laut einer Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse ist fast jeder zweite pflegende Angehörige mit dieser Aufgabe seelisch und körperlich überfordert. Die 24-Stunden-Pflege sorgt neben körperlichen Beschwerden auch für seelische Probleme. Gerade deshalb ist eine Entlastung der Pflegenden dringend nötig.

Marina Mücke, Pflegeexpertin der Techniker Krankenkasse, rät den Pflegenden Angehörigen zu regelmäßigen Pausen und Ruhezeiten. Dieser Rat hört sich gut an, ist aber in der Realität oft schwer umzusetzen.

Ein Anfang der Entlastung ist unserer Meinung nach gesunder Schlaf. Immer mehr Pflegende setzen für die Nacht auf Bewegungsbetten mit Mikrostimulation. Sie verhindern die Entstehung von Druckgeschwüren bei bettlägerigen Personen und erleichtern zudem die regelmäßige Lagerung der zu Pflegenden. Ebenfalls deutlicher wird der Vorteil bei Demenz-Patienten. Normalerweise verändert sich bereits nach 10 Minuten ruhigem Liegen die Körperwahrnehmung so stark, dass der Demenzkranke die Orientierung verliert. Er schläft schlecht, wacht wieder auf und empfindet Angst und Unruhe. In diesen Fällen verlaufen die Nächte auch für die Angehörigen alles andere als ruhig. Gesunder Schlaf ist also ein gutes Ziel für alle Beteiligten. Denn nur wenn der Pflegende selbst genug Entlastung findet, kann er auch anderen helfen.

Unser Institut führt zur Zeit Informationsveranstaltungen durch, um Pflegenden nützliche Informationen über den Gesunden Schlaf von Pflegebedürftigen und Demenzkranken zu geben. Falls Sie Interesse an einer solchen Veranstaltung haben, sprechen Sie uns einfach an.

Die koplette Umfrage finden Sie hier, auf der Webseite der Techniker Krankenkasse.