Facharbeit - Plötzlich immobil – Was kommt nach dem Rollator? - Seite 18

18 - Das neue Hilfsmittel sollte verstellbar und nachrüstbar sein . Damit insbesondere auch Einrichtungen in den neuen Walker investieren, müsste er für möglichst viele Menschen in unterschiedlichen Phasen der Mobilitätseinschränkung geeignet sein. Denkbar wäre deshalb, seine einzelnen Elemente so zu gestalten, dass sie in einem gewissen Rahmen mit einigen Handgriffen anpassbar und erweiterbar sind. Der Walker sollte bei Personen unterschiedlicher Größen und Gewichtsklassen sowie unterschiedlicher Symptomatik (Schwäche, Balanceprobleme, Demenz) nutzbar sein. Je nachdem, wie sich die körperliche und geistige Situation verändert, sollte er seinen Nutzer durch Höhen- und Breitenverstellung bzw. Nachrüstung weiterhin optimal in seiner Eigenbewegung unterstützen. Gleiches gilt für unterschiedliche Nutzungsumfelder – wie Wohnung, betreutes Wohnen, Behinderteneinrichtung, Pflegeheim, Klinik, aber auch Garten und Supermarkt und bei jüngeren Nutzern eventuell auch Arbeitsplatz und Uni usw. - Das neue Hilfsmittel sollte einfach transportabel sein. Viele, vor allem jüngere Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, führen heute ein sehr aktives und selbstbestimmtes Leben. Sie wohnen allein, sie arbeiten, sie treiben Sport, sie besuchen Kulturveranstaltungen und reisen. Menschen, deren Mobilitätseinschränkung teils noch geringer ist, als die von Rollstuhlfahrern, sollte dies ebenso möglich sein wie Rollstuhlfahrern auch. Deshalb wäre es wichtig, dass der neue Walker einfach zu transportieren ist. Er sollte nicht zu schwer sein, sodass ein Begleiter ihn tragen kann, und müsste im Auto, im Bus, in der Bahn oder im Flugzeug einfach zu verstauen sein. Der Auf- und Abbau sollte intuitiv und schnell funktionieren. Im Idealfall könnte eine Person, die zwar auf den Walker angewiesen ist, aber z.B. noch selbständig ihr Auto fahren kann, sich vom Walker ins Auto setzen, ihre Gehhilfe zusammenfalten und verstauen und sie nach Ankunft wieder mit wenigen Handgriffen aufbauen und nutzen. - Das neue Hilfsmittel sollte bequem sein . Damit Menschen den neuen Walker gern nutzen, muss er bequem sein. Er braucht optimal einen Sitz oder Sattel, eventuell inklusive Sitzhose, auf dem Damen und Herren sich wohlfühlen und der auch für Sitzpausen geeignet ist. Nutzer sollten ihren Walker mit einem guten, sicheren Gefühl und ohne jegliche Ängstlichkeit verwenden können. Um die bequeme Nutzung auf verschiedenen Untergründen wie Teppich, Fliesen, Pflaster oder Gras zu ermöglichen, benötigt der Walker geeignete Räder, eine gute Federung und ein passendes Bremssystem. - Das neue Hilfsmittel sollte sportlich aussehen. Eine abschreckende Optik kann ein Nutzungshemmnis sein. Damit der Walker ein alltägliches Hilfsmittel wie der Rollstuhl wird, sollte er auch so aussehen. Hier sind die Kompetenzen von Produkt-Designern für eine kompakte, sportlich-elegante Gestaltung von Rädern, Gestänge, Sitz und Polstern gefragt. Idealerweise könnten dabei aktuelle Trends ebenso wie geschlechter- und altersspezifische Vorlieben einbezogen werden.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ2Mzcy